Die Gehölzpflege-Saison hat begonnen. Bis zum 28. Februar 2021 dürfen Bäume an den Straßen zurückgeschnitten werden, wenn es erforderlich ist. In den sechs Landkreisen, die zum Einzugsgebiet des Staatlichen Bauamts Passau gehören, findet in den nächsten Monaten die Gehölzpflege entlang der Bundes- und Staatsstraßen statt. Die Arbeiten dienen sowohl der Verkehrssicherheit als auch dem Erhalt der ökologischen Vielfalt an den Straßenrändern. Alle Arbeiten sind mit den Naturschutzbehörden abgestimmt. Vereinzelt kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen

Sie stehen neben der Straße, spielen aber ab Oktober wieder die Hauptrolle: Bäume und Sträucher, sogenannte Gehölze. Ihr Wurzelwerk festigt den Boden, Äste, Laub, Blüten und Früchte bieten Tieren Nahrung und Rückzugsorte. Doch Bäume und Sträucher leben und verändern sich ständig. Deshalb beginnt das Staatliche Bauamt Passau im Oktober mit der Pflege der Gehölze am Straßenrand. Dadurch stellen wir sicher, dass die Pflanzenwelt entlang der Straßen im Amtsbezirk einerseits nicht die Sicht auf die Fahrbahn und die Beschilderung versperrt und andererseits gesund und vital bleibt.

„Die Verkehrssicherheit ist für uns das entscheidende Kriterium. Wir wissen aber auch um das sensible Thema. Damit nur das abgeschnitten wird, was nötig ist, stehen wir im ständigen Dialog mit den Naturschutzbehörden“, erklärt Baudirektor Robert Wufka, Leiter des Staatlichen Bauamts Passau.

Um Unfälle durch herabfallende Äste zu vermeiden, werden abgestorbene Äste abgeschnitten beziehungsweise abgestorbene Bäume gefällt. Gehölze werden „auf den Stock gesetzt“ – bis auf ca. 20 cm verkürzt – oder ausgedünnt. „Die langjährige Erfahrung zeigt, dass die Wurzelstöcke ausschlagen und bereits ein Jahr später die Gehölze wieder um etwa einen Meter gewachsen sind“, sagt Franz Kappendobler, der als Sachgebietsleiter Landschaftsplanung für die Gehölzpflege in den Landkreisen Freyung, Passau, Regen und der Stadt Passau verantwortlich ist. Der regelmäßige Rückschnitt hilft den Pflanzen sowie den Wurzeln, gesund zu bleiben. Das festigt die Böden, Böschungen und Dämme etwa an Brücken kommen nicht ins Rutschen. Da die Gehölze immer nur abschnittsweise zurückgeschnitten werden, können sich die Tiere in angrenzende, unbearbeitete Flächen zurückziehen.

Die Grünflächen entlang der Straßen in den vom Staatlichen Bauamt Passau betreuten Landkreisen sind deutlich umfangreicher als die eigentlichen Fahrbahnflächen. Der erforderliche Aufwand für Gehölzpflegearbeiten ist daher so groß, dass er nicht alleine mit eigenen Ressourcen zu leisten ist. Deshalb unterstützen Fachfirmen die Arbeiten. Außerdem werden Spezialgeräte angemietet. Um Geräte und Personal möglichst wirtschaftlich einzusetzen, wird an den jeweiligen Streckenabschnitten zunächst geschnitten oder gefällt. In einem zweiten Schritt transportieren die Mitarbeiter das Schnittgut gebündelt ab.

Um die Sicherheit der Mitarbeiter und der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, kann es zu temporären Verkehrseinschränkungen an den jeweiligen Streckenabschnitten kommen.

Gearbeitet wird an folgenden Straßen im Landkreis Freyung-Grafenau:

B 533 bei Tumiching und Sterrmühle
St 2131 bei Waldkirchen und Reichermühle
St 2132 bei Saußmühle
St 2132 bei Grafenau
St 2134 bei Langfurth und Manglham
St 2139 bei Langbruck

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