Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres wird im März 50 Jahre alt

Passau. Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder. Für Michael Endres gilt dies seit er acht Jahre alt war. Damals kam er in Nürnberg zur Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Mit Menschen auf dem Weg sein, sich für Menschen solidarisch einsetzen, und ein Zeugnis des Glaubens geben. Dafür „Allzeit bereit“ sein, wie es für Pfadfinder gilt und für den gebürtigen Nürnberger bis heute. Am 16. März wird er 50 Jahre alt.

Vielfach hat er sich auf den Weg gemacht, neue Wege beschritten. Beruflich wie privat. Zuletzt im Jahr 2017 als neuer Caritasdirektor in Passau. Er lebt das solidarische Unterwegssein mit den Menschen aus dem Glauben heraus, jetzt als Vorstand im Caritasverband für die Diözese Passau e.V.

Konsequent geht er diesen Weg und verfolgt mit dem Glauben als Kompass die Ziele. Zuerst schaut er genau hin, macht sich ein Bild. Dann urteilt er präzise und entwickelt vorausschauend eine Strategie. Das konsequente Handeln ist folgerichtig. Kurz gesagt sehen, urteilen, handeln. Das galt für ihn schon als er nach dem Sozialpädagogikstudium im Erzbistum Bamberg als hauptamtlicher BDKJ-Vorsitzender anfing und dann Leiter des Erzbischöflichen Jugendamtes wurde. Die Interessen junger Menschen zu vertreten und eine große katholische Einrichtung zu leiten brachten ihm große Erfahrungen in leitender Tätigkeit ein. Nach dem Weltjugendtag 2006 folgte der Schritt zur Diakonie und zur evangelischen Kirche. Im Martin-Luther-Haus und als Verantwortlicher für den Gesamtbereich Kinder- und Jugendhilfe bei der Stadtmission Nürnberg hat er zusätzlich Erfahrung in der Jugendhilfe gesammelt. Diese drei Komponenten der Führungsverantwortung bieten ihm die breite Basis, den Kurs des Diözesan-Caritasverbandes mit zu steuern.

So bezieht er profiliert Stellung, wenn Menschen beeinträchtigt sind und Hilfe brauchen. Das wird von den politisch Verantwortlichen anerkannt wahrgenommen. Er sorgt mit großer Umsicht für die passenden Rahmenbedingungen im Verband. Er ist auch an der Seite aller Mitarbeitenden. Die offene Bürotür zeugt davon.

Der Weg hat ihn beruflich wieder zurück zur katholischen Kirche geführt, in der er sich seit Kinderzeit zuhause weiß. Kirche hat mit ihm selbst, seinem persönlichen Glauben zu tun, natürlich auch mit der Pfarrei, die ihm Heimat schenkt und mit der weltweiten Kirche, in der er nicht nur als Pfadfinder viel unterwegs ist. Er fühlt sich als katholischer Christ weltumspannend eingebunden und verantwortlich. Schon in seiner Jugend hat er in einem internationalen Café einer Flüchtlingsunterkunft und als Zivildienstleistender mit muslimischen Jugendlichen gearbeitet. Mit den Pfadfindern hat er internationale Fahrten und Lager organisiert.

In der Caritas erlebt er auf allen Ebenen höchst engagierte Leute, einen lebendigen Glauben. Fast alle Einrichtungen hat er in den vergangenen eineinhalb Jahren schon besucht. In diesem breit aufgestellten Sozialverband mitarbeiten zu dürfen, macht ihn auch stolz. Ihn treibt unermüdlich an, für alle Menschen Inklusion, also Teilhabe am Leben der Gesellschaft, zu ermöglichen. Und wenn er auf diese Gesellschaft blickt, dann treibt ihn die Sorge um, dass der Ton immer rauer wird, das soziale Klima kälter.

Neues zu entdecken, Natur zu erleben, für die Schöpfung verantwortlich zu sein. Auch das treibt ihn immer wieder an, spornt ihn an. So will er vor seinem Geburtstag zusammen mit seiner Frau noch einmal die weite Welt erkunden. Dennoch ist der Franke in Passau und im Bayerischen Wald angekommen. Niederbayern ist zur Heimat geworden. Um den Dialekt zu verstehen, müssen die Eltern zweier erwachsener Kinder zwar noch die Ohren spitzen. Aber die Freundlichkeit der Menschen hier beeindruckt sie sehr.

Michael Endres. Das ist einer, der mit Leidenschaft, mit Herz und Verstand, die Botschaft der Caritas lebt. Nämlich: Mit dem Herzen sehen und mit Liebe Not lindern, von Gott gerufen und in Christus geborgen unterwegs sein, damit die Menschen Leben haben. Dafür darf man dem Pfadfinder der Caritas Alles Gute und Segen wünschen.