Unternehmen aus der Region nutzen den Tag der Wirtschaft, um sich über Möglichkeiten zu informieren, Soldatinnen und Soldaten nach deren Dienstzeit als Mitarbeiter zu gewinnen

Der Landkreis Freyung-Grafenau – Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement – das Aufklärungsbataillon 8, das Karrierecenter der Bundeswehr und das Freyunger Konversionsmanagement haben am Bundeswehrstandort Freyung den insgesamt zweiten Tag der Wirtschaft organisiert.
Die Personalverantwortlichen von rund 20 Unternehmen und Betrieben aus der Region haben diese Möglichkeit genutzt, mehr darüber zu erfahren, wie sie und ihre Unternehmen davon profitieren können, dass die Bundeswehr im Landkreis präsent ist.

Landrat Sebastian Gruber, der vor Jahren übrigens auch selbst seinen Grundwehrdienst in Freyung absolviert hatte, würdigte die Veranstaltung als gutes Instrument, das es Vertretern ziviler Unternehmen aus der Region ermögliche, mehr darüber zu erfahren, welch gut ausgebildetes Fachpersonal die Freyunger Aufklärer regelmäßig ins Zivilleben entlassen: „Der Bedarf an Fachkräften mit verschiedensten beruflichen Qualifikationen wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Wir erleben im Rahmen des Tags der Wirtschaft, dass die Soldatinnen und Soldaten neben ihren militärischen Fertigkeiten viele Qualifikationen mitbringen, die sie nach ihrer Dienstzeit gerade auch für unsere heimische Wirtschaft attraktiv machen. Hier wünschen wir uns, dass dieses Potential künftig noch besser erkannt und genutzt wird.“

Im Zentrum des Tags der Wirtschaft stand eine Vorführung im Technischen Bereich der Kaserne Am Goldenen Steig. Soldatinnen und Soldaten unterschiedlichster Dienstgrade und Dienstgradgruppen zeigten den Gästen aus der Wirtschaft anhand praktischer Beispiele, welche unterschiedlichen Aufgaben und Tätigkeiten deckungsgleich mit Berufen in der zivilen Wirtschaft sind. So wurde von den Soldaten der Ausbau eines Generators aus einem Transportpanzer vorgeführt oder erläutert, dass die Ersatzteilbeschaffung und Lagerhaltung über modernste IT-Programme – beispielsweise SAP – abgewickelt wird. Für den Bereich Mechatronik haben die Verantwortlichen eindrucksvoll gezeigt, dass die Bundeswehr mit aktuellster Technik – unter anderem auch im Bereich Diagnose – an einem modernen Fuhrpark arbeitet. Auch hier zeigt sich, dass diejenigen, die sich bei der Bundeswehr beispielsweise zum Meister ausbilden lassen, für ein späteres ziviles Arbeitsleben bestens gerüstet sind.

An die praktische Vorführung schlossen Kurzvorträge an. Oberleutnant Stefano Gigliola vermittelte den Personalverantwortlichen der regionalen Unternehmen einen guten Überblick über das Aufklärungsbataillon 8, dessen Organisation und Strukturen sowie die unterschiedlichen Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Zudem hat Anita Grewenig als Beraterin vom Berufsförderungsdienst der Bundeswehr darüber informiert, welche Möglichkeiten Soldatinnen und Soldaten generell haben, sich während und auch nach der Dienstzeit beruflich weiter zu qualifizieren und damit auch den Bogen zu den Unternehmen aus dem Landkreis gespannt, die von diesen Qualifizierungsmöglichkeiten direkt und auch finanziell gesehen, absolut profitieren können. Als Fazit des Tages bleibt: Soldatinnen und Soldaten, die nach ihrer Dienstzeit die Bundeswehr verlassen, können unterschiedlichste Qualifikationen von der Lehre im Handwerk, über eine abgeschlossene Ausbildung beispielsweise im Bereich IT, Logistik oder Büromanagement, bis hin zum BWL- oder Maschinenbaustudium mitbringen.

(Bild: Soldaten des Aufklärungsbataillon 8 bei Arbeiten im Technischen Bereich der Kaserne Am Goldenen Steig – Foto: Bundeswehr)