Tisch und Bett als stiller Protest

'Stiller Protest' gestern Vormittag am Stadtplatz in Grafenau (Foto: Langesee/PNP)

Hoteliers und Gastronomen fordern endlich eine Öffnungsperspektive

Grafenau. Morgen Mittwoch kommt es zu einem weiteren Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern. Werden dann den Hoteliers und Gastronomen zumindest Öffnungsperspektiven in Aussicht gestellt?

Auf Initiative der Pächter Manfred und Evi Ranzinger und ihres Schwagers Bernhard Sitter, Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Hoteliers und Gastronomen im Landkreis Freyung-Grafenau wurde mittels einem schön gedeckten Tisch und einem Bett vor dem Gasthaus ‚Zum Kellermann‘ am Stadtplatz auf die desaströse Lage durch die Lockdown-Maßnahmen (seit November) aufmerksam gemacht und endlich eine Perspektive für eine Öffnung der Hotels und Gastrobetriebe gefordert.

Zu diesem ‚Stillen Protest‘ ruf bereits im Vorfeld der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) bundesweit auf, dies im Hinblick auf den morgigen Corona-Gipfel.

Landrat Sebastian Gruber wollte auch vorbeischauen, war und ist es ihm doch wichtig, durch seinen Besuch Solidarität zu zeigen. Der erneute Anstieg der Corona-Fallzahlen verunmöglichte es jedoch dem Landrat, frühzeitig zu erscheinen, weshalb er erst nach dem offiziellen Pressetermin in der Bärenstadt erschien.

Wie viele andere kritisiert auch Bernhard Sitter das Festhalten an den (Lockdown-) Maßnahmen alleine an der Entwicklung des Inzidenz-Wertes. Es brauche ein verlässliches Datum, wann die Hotel- und Gastroszene wieder öffnen kann. Darüber hinaus, so Sitter weiter, müsse es deutschlandweit eine einheitliche Regelung bzw. Lösung für die Branche geben, nicht zuletzt um Chancengleichkeit zwischen den Bundesländern im Tourismus zu schaffen.