Innenministerium fehlt jedes Verständnis für kleine Vereine

FDP fordert sofortige Korrektur des „Rahmenkonzepts Sport“

Müchen / Freyung. Die FDP im Bayerischen Landtag verlangt eine sofortige Korrektur des „Rahmenkonzepts Sport“. Alexander Muthmann, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, beurteilt die Vorlage des Innenministeriums als völlig realitätsfremd. Den Verfassern fehle jedes Verständnis für kleine Vereine. „Die große Familie des Amateursports atmet auf: endlich wieder Training, endlich wieder Spiele, endlich wieder Publikum! Und was macht das Innenministerium – es veröffentlichte am vergangenen Freitag das Rahmenkonzept Sport und verlangt auch für Spiele der untersten Klassen – sogar für Jugend- und Schülerspiele – die Zulassung von Zuschauern nur auf zugewiesenen Sitzplätzen. Stehplätze sind generell unzulässig!“, kritisiert Muthmann und fügt an: „Weiß das Innenministerium eigentlich, dass es viele Spielplätze gibt, auf denen es keine oder nur ganz wenige Sitzplätze gibt und wie viele Zuschauer regelmäßig zu unterklassigen Spielen kommen? Realitätsferner geht kaum noch!“

Abstand, Maske beim Kommen und Gehen und Registrierung seien ausreichend. Oder zumindest – wie es der Bayerische Fußballverband fordere – eine Vereinfachung für Sportveranstaltungen im Freien bis zu 100 Zuschauern. Das wäre auch schon eine Erleichterung für die allermeisten der unterklassigen Vereine und der dort durchgeführten Spiele.

Muthmann bemängelt auch, dass bei Schülerspielen nur Erziehungsberechtigte im Stehen zuschauen dürften. Großeltern bräuchten durch den Verein zugewiesene Sitzplätze oder sie müssen wieder gehen. Die FDP fordert deshalb, das Rahmenkonzept Sport umgehend zu ändern und dabei die Realität zu berücksichtigen.