Im Zuge der Landesgartenschau Konzepte und Strukturen zu schaffen, die die Attraktivität des Geyersbergs als Naherholungsgebiet und touristische Destination auch mittel- und langfristig bereichern, wird eine der zentralen Herausforderungen der Stadtpolitik im kommenden Jahr darstellen. – Ihr erstes Jahr im Gremium Revue passieren lassen die JWU-Stadträte Christoph Weishäupl (links) und Sebastian Weber (rechts) - Foto: JWU Freyung

Erste Bilanz nach einem Jahr im Stadtrat

JWU-Stadträte Sebastian Weber und Christoph Weishäupl lassen ihr erstes Jahr im Gremium Revue passieren und wagen Ausblick

Freyung. Anfang Mai 2020 fand die erste und damit konstituierende Sitzung des Freyung Stadtrates nach der Kommunalwahl statt. Neu in das Gremium eingezogen waren damals auch die beiden JWU-Stadträte Sebastian Weber und Christoph Weishäupl. Ein Jahr nach der Vereidigung der neuen Stadtratsmitglieder zieht die JWU-Fraktion nun ein erstes Zwischenfazit. Dabei ist die Bilanz des ersten Jahres wenig überraschend in erheblichem Maße durch die Corona-Pandemie und die dahingehenden Einschränkungen geprägt. Dennoch konnten im Gremium einige Themen und Projekte vorangetrieben werden, die den beiden JWU-Stadträten besonders am Herzen liegen.

Eine der wegweisenden Entscheidungen des vergangenen Jahres war für Stadtrat Sebastian Weber der Beschluss zum Umbau des Freibades in ein Naturbad. „Bei der Neugestaltung des Freyunger Freibads ist unserer Fraktion besonders wichtig, dass die Attraktivität des Bades für Kinder, Jugendliche und Familien erhalten und erweitert wird und auch die Nutzbarkeit für sportliche Schwimmer gewahrt bleibt“, umreißt Weber die Position der JWU. Im Rahmen der Planungen, die der Stadtrat zuletzt auf den Weg gebracht hat, könne dies alles zur Umsetzung gebracht werden. So sei man zuversichtlich, dass mit dem Naturbad eine höchst attraktive Einrichtung geschaffen werde, die das Freizeitangebot in Freyung maßgeblich bereichern wird, ist Weber überzeugt. Die Vorzüge des Freibades mit natürlicher Klärung, das als „Energie plus-Naturbad“ konzipiert werden soll, bestehen mitunter auch darin, dass gänzlich auf Chlor verzichtet werden kann und keinerlei fossile Energie notwendig sein wird, skizziert Weber das Vorhaben.

Erfreulich sei weiter, dass die Stadt Freyung bereit ist, einen Teil des Umkleidegebäudes sowie eine Freifläche auf dem Gelände des Freibades für die Errichtung einer Saunalandschaft zur Verfügung zu stellen, wie Fraktionssprecher Christoph Weishäupl ausführt. Einstimmig hatte der Stadtrat einem entsprechenden Antrag der JWU, den diese gemeinsam mit der CSU-Fraktion eingebracht hatte, zugestimmt. Die Stadtverwaltung befasst sich nun mit der Suche nach einem geeigneten Investor. „Wir sind überzeugt, dass ein Saunadorf als weiteres attraktives Angebot einen großen Gewinn für unsere Stadt darstellen kann“, ist Weishäupl überzeugt.

Neben der weiteren Verbesserung des Angebotes an Freizeiteinrichtungen, hinsichtlich dessen im Bereich des Freibadareals bereits wegeweisende Weichen gestellt wurden, liegen der JWU-Fraktion auch die Bereiche Brauchtum und Kultur, Ehrenamt und Vereinswesen sowie das gesellschaftliche Leben besonders am Herzen. In all diesen mit Geselligkeit und Veranstaltungen verbundenen Bereichen machte die Corona-Pandemie der weiteren Entwicklung im zurückliegenden Jahr einen großen Strich durch die Rechnung. Umso mehr begrüßen die beiden JWU-Stadträte daher, dass u. a. am Schustereck und im Bräustüberl neue gastronomische Angebote und damit gesellschaftliche Treffpunkte entstehen. „Diese Investitionen stellen einen gewinnbringenden Impuls für die Entwicklung und die weitere Belebung unseres Stadtzentrums dar“, zeigt sich Fraktionsvorsitzender Christoph Weishäupl begeistert.

Da auch die Premiere des mehrtägigen Festivals „Gwandt“ in der Schlossreibe pandemie-bedingt um ein weiteres Jahr verschoben werden musste, beschloss der Tourismus- und Marketingausschusses die Durchführung einer Reihe von Freiluft-Konzerten an 12 verschiedenen Orten im Freyunger Stadtbereich sowie weiteren 25 kleineren Formaten im gesamten Landkreis. „Mit den FreYklang-Konzerten wollen wir einen ersten kulturellen und gesellschaftlichen Restart nach dem Lockdown wagen“, so JWU-Ausschussmitglied Weishäupl. „Wir hoffen sehr und setzen darauf, dass die pandemische Situation dies in den Sommermonaten wieder ermöglichen wird.“ Dann könnten beispielsweise im Volksmusikakademie-Innenhof, im Bereich beim Schramlhaus, im Schloss oder in der Schlossreibe einzelne Konzerte und damit ein Restart des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in unserer Stadt stattfinden, wie Weishäupl ergänzt.

Auch im Bereich der städtischen Jugendarbeit hatte man im zurückliegenden Jahr corona-bedingt mit erheblichen Beeinträchtigungen zu kämpfen, wie Stadtrat Sebastian Weber in seiner Funktion als Jugendbeauftragter der Stadt Freyung ausführt. So beschränkte sich sein Aktionsradius allen voran auf die thematische Einarbeitung und die überwiegend digitale Vernetzung vor Ort sowie auf Landkreisebene. Konkret zur Umsetzung gebracht werden konnte die Verfügbarkeit einer gesicherten WLAN-Verbindung in den Räumlichkeiten des Jugendtreffs „4You“ im Mehrgenerationenhaus. „Gerne haben wir diesen Wunsch der Stadtjugendpflege bzw. der Jugendlichen aufgenommen und dank der umgehenden Unterstützung von Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich auch schnell erfüllen können“, wie Weber berichtet.

Erfreut zeigen sich die beiden JWU-Stadträte auch über das Voranschreiten der Umsetzung des Projektes Skatepark, welches in der vergangenen Wahlperiode allen voran auf Betreiben der JWU-Fraktion angestoßen wurde und gemeinsam mit einem Kleinspielfeld das künftige FreYsport-Areal im Schulzentrum bilden wird. Zuletzt erfolgte im Stadtrat hierbei die Auftragsvergabe für die Beschaffung der Gerätschaften, was einen zentralen Meilensteil für die Errichtung der Anlage darstellt.

Ein weiteres bestimmendes Thema des letzten – aber auch des kommenden – Jahres stellt nach Ansicht der JWU-Fraktion die Landesgartenschau dar. Dabei bestehe die zentrale Herausforderung darin, im Zuge der Gartenschau Konzepte und Strukturen zu schaffen, die die Attraktivität des Geyersbergs als Naherholungsgebiet und touristische Destination auch mittel- und langfristig bereichern, wie Gartenschau-Aufsichtsratsmitglied Christoph Weishäupl darstellt. Gleichzeitig rücken nun aber neben diesen grundsätzlichen Überlegungen und baulichen Maßnahmen auch zunehmend die Feinplanungen, wie etwa im Bereich der Ausstellungsinhalte und Veranstaltungen oder des gastronomischen Angebotes, in den Fokus. „Ausgehend von der Landesgartenschau und dem Geyersberg wollen wir einen starken Impuls für die Entwicklung der gesamten Stadt setzen“, beschreibt Weishäupl die Zielsetzung dieses Großprojektes.