Atommüllendlager-Suche

Martin Behringer (Foto: MuW/r.demont)

Fachkonferenz ‚Teilgebiete‘: Bürgermeister von Thurmansbang ins Gremium ‚Kommunale Vertreter‘ gewählt

Ende September 2020 hatte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mbH den Zwischenbericht Teilgebiete‘ veröffentlicht. Darin wurde aus Sicht der BGE Gebiete wegen grundsätzlich fehlender geologischer Eignung aus der weiteren Suche ausgeschlossen und solche benannt, die zunächst weiter berücksichtigt werden sollen; auch der Saldenburger Granit im Bayerischen Wald steht nach wie vor zur Diskussion.

Das BASE (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Versorgung) beteiligt bei der Suche nach einem Atommüllendlager die Öffentlichkeit und leistet für die Fachkonferenz ‚Teilgebiete‘ organisatorische Unterstützung. Denn der Gesetzgeber hat dieses Verfahren vorgesehen, um eine frühzeitige Beteiligung und Einflussnahme der Öffentlichkeit an ersten Ergebnissen im Verfahren zu ermöglichen.

Erster Beratungstermin der Fachkonferenz ‚Teilgebiete‘

Der erste Beratungstermin der Fachkonferenz hat Menschen aus ganz Deutschland vom 5. bis 7. Februar die Gelegenheit gegeben, sich über den Zwischenbericht zur Suche nach einem Endlager-Standort auszutauschen – digital.

Ziel der Fachkonferenz ist die öffentliche Diskussion des Zwischenberichts, den die mit der Suche nach einem Endlagerstandort betraute Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mbH Ende September 2020 vorgestellt hatte. Hierzu konnten die Teilnehmer und auch zu weiteren Themen der Endlagersuche zahlreiche Hinweise und umfangreiche fachliche Kritik anbringen. Alle Beiträge werden dokumentiert und sind bald auf der Informationsplattform zur Endlagersuche abrufbar. Die abschließenden Ergebnisse dieser Fachkonferenz hat die BGE mbH bei ihrer weiteren Arbeit zu berücksichtigen.

In einer Umfrage zum Abschluss der Veranstaltung bewertete die Mehrheit der Teilnehmer die Fachkonferenz insgesamt positiv. „Das BASE spricht den Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe seinen Respekt aus. Sie haben mit großem Engagement ein eindrucksvolles Programm aufgestellt“, betont Christoph Hamann, Pressesprecher des zuständigen Bundesamtes.

Neuwahl der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des 2. Beratungstermins

Anlässlich dieses ersten (digitalen) Beratungstermins (5. bis 7. Februar) haben die Teilnehmer auch eine neue Arbeitsgruppe ‚Vorbereitung‘ gewählt. Ihre Aufgabe ist es nun, den zweiten Beratungstermin der Fachkonferenz vorzubereiten. Fünf Mitglieder der neugewählten Gruppe gehörten bereits der bisherigen Vorbereitungsgruppe an, die den ersten Beratungstermin vorbereitet hatte.

Gemäß Standortauswahlgesetz nehmen an der Fachkonferenz Bürger, Vertreter der Gebietskörperschaft der Teilgebiete, Vertreter gesellschaftlicher Organisationen und Wissenschaftler teil. In der AG (Arbeitsgemeinschaft) ‚Vorbereitung‘ sind jeweils drei Mitglieder dieser Gruppen vertreten.

Als Mitglieder der Vorbereitungsgruppe und ‚Kommunale Vertreter‘ wurden neben Sabrina Kaestner und Jörg Gantzer auch Martin Behringer gewählt. Bei Martin Behringer handelt es sich um den 1. Bürgermeister der Gemeinde Thurmansbang im Bayerischen Wald. Behringer ist überdies Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) gegen ein geplantes Atommüllendlager im Saldenburger Granit e.V. 

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