CSU-Kreistagsfraktion stellt Antrag auf Erarbeitung eines Radwegekonzeptes

Freyung. Geht es nach der CSU-Kreistagsfraktion dann soll der Landkreis Freyung-Grafenau mit einem Radwegekonzept zu einem Fahrrad-Landkreis werden. Einen entsprechenden Antrag hat die CSU-Fraktion um ihren Fraktionsvorsitzenden Max Gibis sowie seinen Stellvertretern Josef Gutsmiedl und Karlheinz Roth in den Kreistag eingebracht.

„In den letzten Jahren ist eine rapide Zunahme der Fahrradnutzung, eine größeres Gesundheitsbewusstsein und vor allem eine zunehmende Verbreitung der E-Bikes erkennbar“, begründet der Fraktionsvorsitzende Max Gibis den Antrag zur Erarbeitung eines Radwegekonzeptes der CSU. „Gerade durch die Nutzung von E-Bikes wird das Fahrradfahren auch älteren Mitmenschen und vielen Urlaubsgästen in unserer Region zugänglich, die von ihrer Topographie früher für viele Radfahrer unattraktiv war. Somit reicht es nicht mehr, ein Radwegekonzept nur auf Gemeindeebene zu erstellen.“

Die CSU-Kreistagsfraktion bestätigt grundsätzlich, dass der Landkreis Freyung-Grafenau als Fahrradregion nicht so schlecht aufgestellt ist. „Gerade in der Nationalparkregion findet man ein umfangreiches Radwegenetz und mit der Trans Bayerwald ist man im Landkreis Freyung-Grafenau auch an einen überregionalen Premiumradweg angeschlossen“, so der stv. Fraktionsvorsitzende Karlheinz Roth. „Bestandteil des Konzeptes soll es aber auch sein, den aktuellen Bestand zu erarbeiten und festzustellen, wo noch Handlungsbedarf besteht, um ein passendes Radwegenetz anbieten zu können, das den gesamten Landkreis abdeckt, an das überregionale Radwegenetz angeschlossen ist und das auch alle lohnenswerten Ziele im Landkreis einbindet“, führt Max Gibis weiter aus.

„Für unsere Urlaubsgäste, aber auch für alle Einheimischen, endet der Radweg nicht an der Landkreisgrenze. Deshalb ist eine Einbindung aller übergeordneter Akteure sowie der angrenzenden Region unabdingbar, um ein ganzheitliches Radfahrangebot im Bayerischen Wald anbieten zu können“, ergänzt der stv. Fraktionssprecher Josef Gutsmiedl. „Auch private Anbieter können gerne mit ins Boot geholt werden, um ein interessantes, ansprechendes und qualitativ hochwertiges Angebot in einem Fahrrad-Landkreis Freyung-Grafenau zu schaffen.“

Das Konzept soll neben der überregionalen Anbindung sowie dem umfangreichen Wegenetz mit allen Kommunen und vielen interessanten Anlaufstellen wie Gaststätten, Museen oder anderen Freizeiteinrichtungen auch eine hochwertige Beschilderung und Beschreibung enthalten. „Zu einem solchen Konzept gehört auch die Vermarktung sowie die digitale Nutzbarmachung“, informiert Max Gibis. „Auch die Abklärung von staatlichen Fördergeldern bei einer späteren Umsetzung des Radwegekonzeptes soll bereits Bestandteil des Konzeptes sein.“ Abschließend soll das Radwegekonzept auch die Möglichkeit zulassen, dass sich Dritte aller Art bei der Erarbeitung und Umsetzung einbringen können.

Die CSU-Fraktion zeige sich zuversichtlich, dass der Antrag im Kreistag des Landkreises Freyung-Grafenau eine Mehrheit findet. Auch Landrat Sebastian Gruber und seine Stellvertreterin Helga Weinberger haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. „Fahrrad-Fahren ist voll im Trend. Den dürfen wir nicht verschlafen. Deshalb ist es an der Zeit, uns in diesem Bereich optimal aufzustellen. Ein Radwegekonzept soll die Grundlage für alle künftigen Maßnahmen und Investitionen in diesem Bereich darstellen“, so Helga Weinberger.

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