Eibl: ÖPNV in der Fläche massiv ausbauen – keine Einführung einer ‚Stadtmaut‘

München. Zur gestrigen Sachverständigenanhörung „Die Zukunft des motorisierten Individualverkehrs“ im Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr ein Statement des Landtagabgeordneten Manfred Eibl, verkehrspolitischer Sprecher der Freien Wähler Landtagsfraktion:

„Unser Ziel ist eine zukunftsorientierte Verkehrswende mit ökologischen, bezahlbaren und attraktiven Mobilitätsangeboten. Dazu bedarf es individueller, passgenauer und regionaler Verkehrslösungen, die ÖPNV und Individualverkehr effizient miteinander verzahnen – beispielsweise über neu geschaffene Nahverkehrsverbünde im ländlichen Raum, wie auch die Weiterentwicklung von bestehenden öffentlichen Verkehren im urbanen Bereich. Dabei ist die Digitalisierung eine Chance, die wir beherzt ergreifen müssen. Doch um die Verkehrswende künftig erfolgreich zu meistern, bedarf es auch unserer bayerischen Autoindustrie. Denn nur gemeinsam lässt sich die Zukunft des verzahnten Individualverkehrs gestalten: Die Stärken der verschiedenen Antriebstechnologien müssen sinnvoll und in einem ausgewogenen Mix eingesetzt werden – je nach Ausgangslage als Verbrenner, Stromer oder H2-Fahrzeug. Denn das eigene Fahrzeug wird auch in Zukunft attraktiv bleiben und ist in manchen ländlichen Regionen Bayerns zwingend notwendig. Daher sehen wir die Zukunft des Individualverkehrs in gut ausgebauten öffentlichen Verkehrssystemen, nicht aber in zahnlosen Debatten über eine sogenannte ‚Stadtmaut‘. Denn den Zugang zu Mobilität noch stärker über den Geldbeutel zu steuern ist weder sozial ausgewogen, noch wird es der erforderlichen Transformation gerecht.“

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