Das zarte Grün der frischen Buchenblätter bringt Frühlingsstimmung in die Saußbachklamm (Foto: Naturpark Bayerischer Wald e.V.)

Den Frühling in der Saußbachklamm erleben

Naturpark Wandertipp der Woche

Waldkirchen. Der Naturpark-Wandertipp der Woche führt in die Saußbachklamm nach Waldkirchen. Ein Geheimtipp ist die weithin bekannte Klamm sicher nicht. Dennoch empfiehlt der Naturpark Bayerischer Wald e.V. einen Besuch in der Saußbachklamm ganz besonders in diesen Tagen. Sie bietet im Frühling einfach ein zauberhaftes Naturschauspiel.

Es warten Licht-Schattenspiele durch die gerade austreibenden Buchenblätter, die die Besucherinnen und Besucher den Frühling nun richtig spüren lassen. Die Gebirgsstelzen tanzen durch die Felsen auf der Suche nach Wasserinsekten. Wasseramseln saußen mit ihren belchernen „zrik“-Rufen durch die Klamm. Am Bachrand blühen Sumpfdotterblumen im intensivsten gelb. Und nur noch wenige Tage können die wunderschönen lila Glöckchen der in Bayern besonders geschützten Wald-Soldanellen bestaunt werden. Diese besondere Art kann man zwar mehr oder weniger im ganzen Bayerischen Wald in feuchten Fichtenwäldern finden, dennoch ist sie nicht häufig und eben bald auch schon wieder verblüht.

Die lila Glöckchen der Wald-Soldanelle blühen nun noch für kurze Zeit (Foto: Naturpark Bayerischer Wald e.V.)

Ausgangspunkt der Saußbachklamm-Entdeckungsreise kann entweder die Saußmühle oder der Naturpark-Pavillon östlich der Klamm bei Fischerhäusl sein. Von dort kann man entscheiden, ob man die 1,5 Kilometer von der Mühle bis zum Wehr hin oder zurück geht oder am Kanal, dem ehemaligen Marktbachgraben, entlang zurück geht. Beschildert ist diese Route als Wanderweg 1. Normalerweise ist es ja nicht so spannend, den gleichen Weg, den man gekommen ist, wieder zurück zu laufen. Im Fall der Saußbachklamm ist das aber anders. Die Perspektiven von hoch und runter sind jeweils so unterschiedlich, dass es einem garantiert nicht langweilig wird.

Die Saußbachklamm ist übrigens eines der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns. Seit 1939 ist man dazu angehalten, besonders sensibel mit der dortigen Natur umzugehen.