Abgeordnete tauschen sich zu Anliegen und Bedürfnissen der Frauenhäuser aus

Passau. “Ohne Spenden würden wir gar nicht um die Runden kommen“, leitet Hildegard Stolper, die erste Vorsitzende des “Sozialdienstes katholischer Frauen Passau“, die Diskussion mit den Passauer CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Dr. Gerhard Waschler sowie den Bezirksräten Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl ein.
Das Frauen- und Kinderschutzhaus Passau besteht bereits seit knapp 25 Jahren. “Wir sind Anlaufstelle für bedrohte und misshandelte Frauen und Kinder in der Stadt Passau und in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau“, erklärt Stolper weiter. Mit den insgesamt sieben Plätzen für Frauen und deren Kinder platze die Einrichtung jedoch mittlerweile aus allen Nähten. – “Wir sind stets voll belegt, deswegen auch der Neubau.“ Die Finanzierung habe der Verein komplett allein, mittels Spendenaktionen und zahlreicher Aktivitäten, geschultert. “Darauf sind wir sehr stolz“, erklärt auch Vorstandsmitglied Waltraud Fackler. Schon im Herbst 2017 werden die zwei Sozialpädagoginnen, die Erzieherin sowie die rund 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ihre Arbeit in den neuen Räumlichkeiten aufnehmen, deren Standort weiterhin geheim gehalten wird, um die betroffenen Frauen zu schützen.
“Wir schätzen Ihre Arbeit außerordentlich und nehmen Ihre Anliegen ernst“, machen MdL Taubeneder und MdL Waschler im Gespräch mit den Vertreterinnen des Frauenhauses deutlich. Letztlich müsse jedoch klargestellt werden: Die Grundfinanzierung der Frauenhäuser liege im Zuständigkeitsbereich der Landkreise und kreisfreien Städte im Rahmen der Daseinsvorsorge, der Freistaat Bayern unterstütze die Kommunen bei der Erfüllung dieser Aufgabe durch Beteiligung an den Personalkosten der Frauenhäuser. “Uns ist durchaus bewusst, dass der Bedarf stetig steigt und eine Erhöhung der Zuschüsse immer sinnvoll ist, allerdings tragen wir die Gesamthaushaltsverantwortung“, so Taubeneder. Schon im April habe die CSU-Landtagsfraktion einen Dringlichkeitsantrag gestellt, in dem sie sich klar für einen zusätzlichen Bedarf an Maßnahmen im Hilfesystem ausgesprochen hat. Um die Wichtigkeit der Thematik zu unterstreichen, habe die CSU-Fraktion außerdem den Haushaltsansatz für die Beratung misshandelter Frauen und Kinder in Frauenhäusern für das Jahr 2017 um 200.000 Euro, von 2,45 auf 2,65 Millionen Euro, erhöht. Derzeit würden entsprechende Arbeitsgruppen eine genaue Erhöhung der Grundfördersätze verhandeln. “Dass es eine Erhöhung geben wird, steht außer Frage, wie hoch diese jedoch ausfallen wird, wird derzeit erarbeitet“, so die Abgeordneten abschließend.

(Bild; hinten v.l.; Die Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl, MdL Walter Taubeneder (mitte v.l.), MdL Dr. Gerhard Waschler, Vorstandsmitglied Waltraud Fackler, die zweite Vorsitzende Christine Eichinger, stellv. Landrat Raimund Kneidinger, (vorne v.l.) Vorstandsmitglied Maria Motz-Epple und die erste Vorsitzende Hildegard Stolper – Foto: Stefanie Starke)

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