Interview mit Hilde Greiner (SPD), Landratskandidatin für Freyung-Grafenau

(Interview führte ‚Die Neue Woche‘)

Liebe Frau Greiner, möchten Sie sich bitte kurz für unsere Leserinnen und Leser vorstellen?

Gerne. Ich bin 58 Jahre alt, selbstständige Fotografenmeisterin und habe ein eigenes Fotostudio in Grafenau. Ich bin verheiratet, habe einen erwachsenen Sohn und drei Katzen. Mitglied der SPD, Stadt- und Kreisrätin, Vorsitzende der AWO in Grafenau und sonst noch in mehreren örtlichen Vereinen ehrenamtlich aktiv. Zur Zeit bin ich neben meinem Beruf aber vor allem Landratskandidatin. Das erste Mal überhaupt, dass bei uns in Freyung-Grafenau eine Frau antritt.

Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen. Sehen Sie denn Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Politik?

Ja, natürlich gibt es die. Ich möchte aber gleich vorweg nehmen, dass ich nicht glaube, Frauen würden bessere Entscheidungen treffen als Männer oder umgekehrt. Ich denke, dass Frauen einen etwas anderen Blick auf die Welt haben. Wir bilanzieren nicht gleich jeden Sachverhalt, wir sehen zuerst die Menschen und deren Geschichten, bevor wir über Zahlen nachdenken. Und wir sind selbstkritischer. Zumindest gilt das für mich. So eine Politik nach „jetzt bin ich da und jeder hört auf mein Kommando“ ist nicht mein Ding. Wir leben in einer Demokratie und da hat jede demokratisch begründete Meinung grundsätzlich das gleiche Gewicht.

Was wären dann keine demokratisch begründeten Meinungen für Sie?

Die von Menschen mit rechtem, rassistischen Gedankengut. Leider sind braune Ideologien wieder stark auf dem Vormarsch. Und seit jeher wehre ich mich dagegen. Die AfD kann behaupten was sie will, diese Leute wollen Deutschland, wollen Bayern und auch dem Landkreis nichts Gutes. Sie hetzen bloß und spekulieren darauf, dass die Wähler auf sie reinfallen, genauso wie vor 80 Jahren. Die Fehler von damals dürfen sich nie wieder wiederholen. Solche Ansichten dürfen in der Politik keinen Platz haben.


Das ganze Interview zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 07/20.