Abstrakte Arbeiten von Otto Müller im Waldgeschichtlichen Museum, St. Oswald

(von Tobias Schmidt)

St. Oswald. Bilder treffen uns Menschen oft mitten ins Herz. Weil wir zwar kommunikative Wesen sind, aber eben nicht nur über Hirn, Mund und Ohr funktionieren, uns nicht nur über Denken, Sprechen und Hören anrühren lassen.

Die Welt der Bilder ist die Welt jenseits der Worte. Eine Welt „unsagbarer“ Tiefe. Und so ist eben die malerische Abstraktion nicht ein „Ver-Ungegenständlichen“ der Welt, sondern Forschungsreise in jene Wirklichkeit, die wir weder sehen noch beschreiben können. Es ist Kunst die Verortung aus Nicht-Orten zu schaffen vermag: Denn wer als Maler oder Betrachter nach dem Unbegreiflichen fragt, macht sich ans Vermessen des eigenen greifbaren Raumes. Wer das Unendliche in den Blick nimmt, nimmt auch Stellung zur eigenen menschlichen Endlichkeit. Wer dem Unsagbaren Farbe und Form gibt, schöpft abseits des Logos.

Der in Bad Füssing lebende Maler Otto Müller, Mitglied der Passauer Produzentengalerie, schafft solche abstrakten Bilder, die dem existenziell Wirklichen ein klein wenig Farbraum geben, und zum Nachdenken über das existenziell Wichtige anregen wollen.

Otto Müller (Foto: Müller)

Unter dem Titel „Unsagbar“ zeigt die Nationalparkverwaltung Bayrischer Wald einige von Müllers Bildern im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald, Klosterallee 4, 94568 St Oswald. Vernissage ist am Donnerstag 6. Juni 2019 um 19 Uhr. Vom 7. Juni bis 31. August 2019 ist die Ausstellung jeweils Dienstag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen.