Am Mittwoch, 13.11.2019 (19.00 Uhr)

Was verbindet einen 86-jährigen Mann aus Strakonice und eine halb so alte Mährerin aus München? Die Antwort lautet: Die Liebe zu einem kleinen Fleck unseres Nachbarlandes – Südböhmen. Der eine wurde dort geboren und hat als 17-Jähriger seine Familie vor die Linse gezwungen und die andere drehte in derselben Gegend ihre ersten Filme und baut alte Brücken wieder auf, die einst zerstört wurden. Der Fotograf František Zemen und die Regisseurin Rena Dumont möchten eine spezielle und unterhaltsame Einsicht in diese Gegend ermöglichen, anhand von Fotoaufnahmen und einem historischen Dreißigminüter »Hans im Pech«.

Rena Dumont, aus Tschechien stammende Autorin und Filmemacherin, mit ihrem Kurzfilm Hans im Pech und František Zemen mit seiner Fotoausstellung Es war einmal – Bejvávalo werfen ganz unterschiedliche Blicke auf die nördliche Böhmerwaldregion um Strakonitz. Dumont verarbeitete ihre Erinnerungen an die Emigration in ihrem 2013 erschienenen Roman Die Paradiessucher.

František Zemen, heute 85 Jahre alt, fotografierte als Jugendlicher seine Familie und deren Alltagsleben. Es entstanden dabei ästhetisch gelungene und dokumentarisch wichtige Aufnahmen über das Leben vor 70 Jahren im Böhmerwald.