Die Hochwasserkatastrophe 2013 hat neben den zahlreichen Schäden an Gebäuden auch die Trinkwasserversorgung der Stadt Passau schwer beeinträchtigt. Nach umfangreichen Planungen hat die Stadtwerke Passau GmbH nun den hochwassersicheren Umbau des Horizontalfilterbrunnens I und der Versorgungsanlagen abgeschlossen. Für diese Höherverlegung hat die Stadtwerke Passau rund 850.000 Euro investiert.

Der Brunnen I ist nun bis zu einem Pegel Donau von 15 m hochwassersicher. Die Kosten für diese Höherverlegung belaufen sich auf rund 850.000 Euro. Die Investitionssumme für den Hochwasserschutz Trinkwasserversorgung beläuft sich insgesamt auf 1,5 Mio Euro und gewährleistet, dass es bei einem extremen Hochwasser wie 2013 keinen Ausfall der Trinkwasserversorgung mehr geben wird. Das Betriebsgebäude des Horizontalfilterbrunnens I wurde aufgestockt und das Eingangsniveau um einen Stock nach oben verlegt. Es ist über eine Außentreppe erreichbar. Von dieser gelangt man zunächst auf eine Terrasse, von der einerseits der neuen Traforaum und der Niederspannungsraum über separate Eingangstore und andererseits die übrigen Räume des Betriebsgebäudes über den Haupteingang zugänglich sind. Das Erdgeschoss wurde außen mittels Vormauerung wasserdicht verschlossen. Hier wurden insgesamt 240 m³ Beton und 29,5 t Bewehrung verbaut. Das Gelände um das Gebäude blieb im Wesentlichen unverändert.

Die Brunnenschachtverlängerung wurde vom Brunnenfuß bis zum Erdgeschoss in Edelstahl hochgezogen. Der Einstieg ist hier über wasserdruckfeste Türen bzw. über mehrere entsprechende Montageöffnungen von den oberen Stockwerken aus möglich. Durch herausnehmbare Elemente können so Mitarbeiter in den abgesicherten Schacht gelangen und Pumpen und anderes Werkzeug im Notfall auch von der Hubschrauberabsetzplattform auf dem Flachdach in den Schacht eingebracht werden.

Der Chlorgasdosierraum mit räumlich getrennten Chlorgaslagern im Obergeschoss wurde für eine Notfallchlorierung geschaffen. Die Verlagerung der Traforäume und Teile der elektrischen Anlagen ins Obergeschoss sowie eine Ergänzung der Elektro-, Mess- und Störungstechnik wurde ebenfalls durchgeführt. In 10 Schaltschränken, welche neu verdrahtet wurden, sind insgesamt 1.324 Sicherungs- und Steuerungsklemmen, 74 Hochstromklemmen, 36 m Kupferschienen für die Niederspannungsverteilung, 6.400 m Einzeladern für Verdrahtungen in den Schaltschränken sowie 328 m Kupferleitungen zur Energieversorgung der Anlagen verbaut worden.

Zum Jahreswechsel konnte der Ranneybrunnen I nach 3-monatiger Stilllegung wieder in Betrieb genommen werden. Nun kann von dort aus wieder bestes Passauer Trinkwasser an die Haushalte in der Stadt Passau und im Umland geliefert werden.

(Pressemitteilung Stadt Passau, 03.03.2016)