Den freiwilligen Verzicht auf Nahrung finden wir in fast allen Kulturen und Religionen. Fastenbegleiter helfen Menschen dabei, das Fasten als bewussten und freiwilligen Verzicht wahrzunehmen und dadurch dem Körper etwas Gutes zu tun.

(von Doris Blöchl)

Ziel des Fastens ist es, die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Die Organe können sich während dieser Zeit entgiften, entschlacken und entfetten, was sich positiv auf diverse Zivilisationskrankheiten wie Migräne, Blutdruckprobleme, Hautunreinheiten oder Kopfschmerzen auswirkt. Beim Fasten greift der Körper auf die eigenen Energiedepots zurück und bezieht die notwendige Energie von dort. Aus Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißdepots wird ebenso Energie gewonnen. Schlacken, Giftstoffe und Stoffwechselrückstände können so gelöst und ausgeschieden werden, wobei die körperliche Leistungsfähigkeit jedoch erhalten bleibt. Um das Ausschwemmen zu begünstigen ist es unverzichtbar, viel zu trinken. Genügend Flüssigkeit ist ein Eckpfeiler jeder Fastenkur, empfohlen werden etwa drei Liter täglich. Wer befürchtet, dass der Hunger ihn in seinen Bemühungen ausbremsen könnte, der irrt. Beim richtig durchgeführten Fasten tritt kein Hungergefühl auf. Wichtig ist das Abführen vor der Fastenkur, um den Darm komplett zu leeren. Danach schaltet der Körper auf “innere Ernährung“ um und erwartet keine Nahrung mehr von außen.

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Auch die Psyche profitiert vom Fasten. Genügsamkeit und Verzicht werden dabei neu erlernt und als Bereicherung empfunden. Gemeinsamkeit in der Gruppe ist dabei hilfreich und der Kontakt zu anderen erleichtert das Fasten. Gerade das Fastenwandern in der Gemeinschaft verbindet das Naturerlebnis mit den positiven Erfahrungen des Fastens. Die Vorbereitung auf eine solche Fastenwoche beginnt bereits drei Tage, bevor der eigentliche “Fastenkurs“ anfängt.

(Die ganze Story jetzt zum Nachlesen in der neuen ‚Waldwärts‘ (PDF), Ausgabe KW 49/16)

(Fotos: Privat)