Kurz nachgefragt bei Bürgermeister Manfred Eibl

Perlesreut. Das Interesse der bürger war groß, als anläßlich einer Bürgerversammlung darüber informiert wurde, wie es um das Familienbad im Allgemeinen steht und welche Möglichkeiten es gibt, das Freibad fit für die Zukunft zu machen – oder vielleicht doch eine vollständige Schließung im Jahr 2018?

Zum Schluss der Veranstaltung erhielten die Anwesenden die Möglichkeit, sich mittels einer schriftlichen Stimmabgabe für eine der vorgeschlagenen Varianten zu entscheiden, wobei nochmals festgehalten werden muss, dass es sich hierbei lediglich um ein ‚Stimmungsbarometer‘ handelte.

Die Neue Woche: Interessierte Bürger konnten sich nach der Präsentation der drei Varianten in eine Liste eintragen, um in einer Projektgruppe ‚Familienbad‘ mitzuarbeiten. Wie viele Personen haben sich da gemeldet? Und was genau ist das Ziel dieser Projektgruppe?

Manfred Eibl: Die Projektgruppe bildet einen Querschnitt der Bevölkerung und deren Bedürfnisse. Uns ist es wichtig, die Vorstellungen und Wünsche der Bevölkerung unter der Prämisse der Umsetzbarkeit in die Konzeption einfließen zu lassen.
Denn es ist ja das Familienbad der Bürgerinnen und Bürger aus Perlesreut.

Manfred Eibl, Bürgermeister von Perlesreut (Foto: Marktgemeinde Perlesreut)

 

Die Neue Woche: Die abgegebenen ‚Stimmzettel‘ wurden sicherlich ausgewertet. Können Sie uns bereits Details dazu nennen?

Manfred Eibl: Insgesamt waren 172 Bürgerinnen und Bürger anwesend. Es wurden 146 Fragebögen abgegeben. Davon sprachen sich 61 Prozent für die Bauweise im klassischen Stil aus, 27 Prozent für den Vorschlag ‚Naturbad‘ und 12 Prozent für kein Bad (oder keine Meinung).

Die Neue Woche: Die Tendenz scheint also Richtung ‚Umbau und Ausbau‘ des bestehenden (konventionellen) Familienbad zu gehen – erstaunt Sie das oder hätten Sie mti einem anderen Ergebnis gerechnet?

Manfred Eibl: Persönlich habe ich mit diesem Ergebnis gerechnet. Denn in Perlesreut gibt es einen großen Unterschied zu anderen, konventionellen, Bädern. Und zwar die Ausrichtung als ‚Familienbad‘ mit einer Vielzahl an Kleinkindern und deren Sicherheit und die verhältnismäßig hohe Wassertemperatur von 27 Grad. Speziell diese Wassertemperaturen wären natürlich mit einem Naturbad nicht möglich.

Die Neue Woche: Sieht die Marktgemeinde Perlesreut vor, auch die übrigen Bürger dazu aufzufordern, sich mittels einer schriftlichen Befragung zu den drei Varianten äussern zu können? Wenn Ja, wie wäre das genaue Vorgehen (Ablauf)?

Manfred Eibl: Eine umfassende Bürgerbefragung steht aktuell nicht im Raum. Jedoch kann sich jeder Interessierte bei der Verwaltung des Marktes melden, dass er in der Projektgruppe ‚Zukunft Familienbad‘ mitwirken möchte.

Die Neue Woche: Die jetzt offenere Kommunikation, regelmäßige Informationsabgabe und der beinahe schon direkte Miteinbezug der Bürger, wie hier in der ‚Schwimmbad-Sache‘, kommt gut in der Bevölkerung an.
Könnte es auch in Zukunft bei ähnlichen (Groß-) Projekten so sein, dass die Marktgemeinde vermehrt und intensiver die Bürger miteinbezieht und in gewisser Hinsicht auch mitentscheiden lässt?

Manfred Eibl: Das hoffen wir. Ich msus nochmals anführen; es geht um eine wichtige Einrichtung der Bürgerschaft in Perlesreut, die der Verbesserung bzw. dem Erhalt der Lebensqualität dient.