11% der Europäer sind betroffen

Depressionen gelten als Volkskrankheit, sind aber dennoch meist noch ein Tabuthema. Der seit 2004 jährlich stattfindende European Depression Day (EDD) soll Aufmerksamkeit und Bewusstsein für diese Erkrankung stärken. TV-Wartezimmer unterstützt dieses mit dem neuen Patientenfilm „Ketamin-Infusion bei Depressionen“.

Depressive Menschen sind nicht nur traurig, sie haben eine ernsthafte Erkrankung, sorgen die veränderten Botenstoffe im Gehirn doch für eine Störung des Energiestoffwechsels. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen beeinflusst der Wirkstoff Ketamin diese Störung positiv. Vor allem in schweren Fällen, wenn gängige Medikamente nicht anschlagen, wird eine Ketamin-Infusion eingesetzt. Da der antidepressive Effekt rasch einsetzt, kann Ketamin bei selbstmordgefährdeten Patienten eingesetzt werden. Bisher ist Ketamin nur für Kurznarkosen und zur Schmerztherapie offiziell zugelassen, jedoch ist die Anwendung bei Depressionen erlaubt und heute weltweit gebräuchlich.

10 bis 15 Prozent aller schwer depressiv erkrankten Menschen sterben durch Suizid und in Europa sind etwa elf Prozent der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben von einer Depression oder depressiven Phase betroffen. Besonders wenn sie frühzeitig erkannt werden, können Depressionen wirkungsvoll behandelt werden. Das setzt aber voraus, dass die Betroffenen über ihre Erkrankung informiert sind und hierüber sprechen. „Wir bieten sieben Patientenfilme rund um Depressionen an und unterstützen so die dringend nötige Aufklärung, damit Betroffene nicht länger schweigen!“, erklärt Markus Spamer, Gründer und Geschäftsführer von. Europas größtes Gesundheits-TV-Netzwerk bietet insgesamt über 800 Patientenfilme zu Präventions- und Therapiemöglichkeiten an.

(Foto: tv-wartezimmer.de)

Die European Depression Association (EDA) ist eine Allianz aus Experten und Erfahrenen sowie medizinischen Fachkräften und Organisationen aus 17 europäischen Ländern, die sich seit 2004 dafür einsetzt, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Volkskrankheit Depression zu stärken – und jährlich am 1. Oktober den Europäischen Depressionstag veranstaltet. Denn Depressionen werden stark unterschätzt: Laut Expertenschätzungen erhältlich lediglich ein Drittel der in Deutschland Erkrankten professionelle Hilfe. Dies liegt vor allem an Unwissen, Vorurteilen und dem immer noch vorherrschenden Stigma psychischer Erkrankungen.

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