Malteser haben eine Heimat in Annathal

Annathal. Durch eine großzügige Spende aus Amerika hat sich ein lang gehegter Wunsch der Malteser Kinder- und Jugendgruppe Annathal nun erfüllt. Mit der Einweihung ihrer neuen Unterkunft wurde das Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Zu verdanken ist dies Margot Gibis, der Präsidentin der LEIR – Foundation. Margot Gibis stammt aus Heinrichsbrunn und lebt schon seit vielen Jahren in den USA. Sie ist aber sehr heimatverbunden und kommt mehrmals im Jahr zu Besuch in den Bayerischen Wald. Sie hat es ermöglicht, dass die Stiftung das neue Gebäude finanzierte.

Der stellvertretende Diözesanleiter und Kreisbeauftragte Ludwig Berger hat Margot Gibis vor drei Jahren zum ersten Mal getroffen. Bei der Gelegenheit berichtete er ihr von Projekten in der Jugendarbeit im Allgemeinen und von der Situation in der Howareit im Besonderen. Bisher nutzten die Kinder und Jugendlichen für ihre Gruppenstunden und anderen Aktivitäten einen Raum im Feuerwehrhaus. Allen Beteiligten war aber von vorneherein klar, dass dies nur eine Übergangslösung sein konnte.

Schon bei diesem ersten Treffen gab Margot Gibis die Zusage, dass die Stiftung im Verlauf von drei Jahren das Gebäude finanzieren würde. Gemeinsam wolle man versuchen „etwas Anständiges für die Jugend zu machen“, erklärte sie. Und sie hat Wort gehalten.

Über die neue Heimat freuen sich nicht nur die Malteser-Verantwortlichen, sondern auch Gruppenleiterin Lisa Nußhart und ihre Grüpplinge. Zwei von ihnen waren bei der Segnung dabei. Die Drei überreichten Margot Gibis einen Blumenstrauß und sagten vielen Dank „für das schöne Häuschen.“

Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum aus Passau segnete das neue Gruppenhaus. Für ihn war es eine besondere Freude, das war ihm anzumerken. Ist er doch auch Diözesanjugendseelsorger und der Nachwuchs liegt ihm besonders am Herzen. „Ich freue mich sehr, dass die Jugend hier nun eine eigene Heimstätte bekommen hat“, betonte er denn auch.

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Bürocontainer, der mit Holz verkleidet und mit einem Dach versehen wurde. Sehr zur Freude von Bürgermeister Ernst Kandlbinder, dem dies sehr wichtig gewesen war. Das neue Haus besteht aus zwei Räumen: einem Gruppenraum und einem kleinen Büro mit Teeküche, sowie einer Nasszelle, es ist mit einer Elektroheizung ausgestattet und somit vollkommen autark. Es steht auf dem Grundstück der Rettungswache. Den Platz dafür stellt der Eigentümer Franz-Josef Vogl kostenlos zur Verfügung.

Als Dank und Anerkennung für die großartige Unterstützung überreichten die Malteser Margot Gibis die Malteser Dankplakette, eine Auszeichnung, die nur sehr selten verliehen wird. Ein weiteres Zeichen der Anerkennung war es auch, dass es selbstverständlich für die Malteser war, dass Margot Gibis persönlich bei der Einweihung anwesend ist.

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