Vom 24.-26. Mai 2019 feiert Mauth, eine von insgesamt 13 Gemeinden der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald, sein traditionelles und historisches Heimatfest

Spiegelau, 09. April 2019 (ah) – Wie war der Alltag einst im Bayerischen Wald? Welche Sorgen hatten unsere Vorfahren, wie haben sie gelebt? Wer die urige Kultur und Lebensart der „Waidler“ hautnah erleben möchte, sollte sich das Mauthler Heimatfest vormerken. Denn vom 24.-26. Mai 2019 steht Mauth, mit einem der ältesten Brauchtumsfeste im Bayerischen Wald, ganz im Zeichen der Vergangenheit und lässt das beschwerliche Landleben, altes Brauchtum und vergessene Sitten längst vergangener Tage wieder lebendig werden.

Das traditionsreiche Heimatfest findet seit 1952 alle drei Jahre statt und erinnert an die Gründung der kleinen Gemeinde im Herzen des Bayerischen Waldes. Zu den Höhepunkten der Festtage zählen unter anderem der heimatgeschichtliche Umzug durch die Ortschaft, bei dem Mauthler Bürgerinnen und Bürger in historischen Gewändern die Gründungszeit des Dorfes und das Leben um 1699 nachstellen.

„Zamkemma“ und Vergangenheit lebendig werden lassen
Drei Tage lang dreht sich vom 24.-26. Mai 2019 in Mauth alles um historisches Brauchtum und traditionsreiches Handwerk. Mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail nehmen die rund 200 Mitwirkenden Einheimische wie Urlaubsgäste mit auf Zeitreise anno dazumal. Den Auftakt in die Mauther Festlichkeiten macht der Säumerzug am Freitag, den 24. Mai 2019 um 15 Uhr: Gemeinsam mit allen Schaulustigen ziehen Überreiter (berittene Gendarme), Wächter, der Landvogt mit Gefolge sowie die sogenannten Säumer, welche früher die Waren auf Rücken von Pferden oder Ochsen entlang der Handelswege transportierten, von Kreuzberg nach Mauth. Hautnah erleben die Umzugsgäste bei diesem Schauspiel, wie es sich einst als Händler auf dem „Goldenen Steig“, einem der damals bedeutendsten Handelswege zwischen Passau und Böhmen, anfühlte. Mauth hatte auf dieser Route eine wichtige Position inne, da sich hier die Zollstelle befand. Der Name des Dorfes lässt sich übrigens vom Wort Maut, also der Gebühr, die es für Händler zu entrichten galt, bzw. von Mautner, der die Gebühr einforderte, ableiten.

In Mauth angekommen, werden hungrige Mägen mit kulinarischen Schmankerln, wie altbayerischen Mehlspeisen, Ripperl und Bier in Steinkrügen, verwöhnt. Musikalische Unterhaltung sowie die Vorführung alten Handwerks runden das sogenannte Säumerlager ab.

Ein besonderer Tipp für alle Freunde der Bayerischen Gemütlichkeit ist zudem der Mauthler Volksmusikabend am Samstag, den 25. Mai 2019 ab 20 Uhr. Denn hier versteht man es, gemeinsam Feste zu feiern. Dann heißt es zünftig „zamkemma“ und Vollblutmusiker sowie Gstanzlsänger, auch Spottsänger genannt, ganz in ihrem Element erleben. Den traditionellen Abschluss und den gleichzeitigen Höhepunkt des Heimatfestes bildet der große heimatgeschichtliche Umzug am Sonntag, den 26. Mai 2019 um 14 Uhr. Rund 200 Mauthler ziehen hier in historischen Gewändern samt liebevoll geschmückten Festwagen mit Pferdegespannen durch die Straßen der traditionsreichen Gemeinde und lassen die Gründungszeit des Dorfes im 17. Jahrhundert auf einzigartige Weise wieder aufleben.

Ein Stück begehbare Vergangenheit
Wer es lieber etwas ruhiger mag, kann auch im Freilichtmuseum Finsterau in der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald auf den Spuren der Vergangenheit wandeln. Unter freiem Himmel geben original erhaltene Bauernhäuser tiefe Einblicke in das bäuerliche Leben von einst. Im Vorfeld zum Heimatfest finden im Freilichtmuseum Finsterau übrigens an verschiedenen Tagen interessante Handwerksvorführungen wie Schmieden in der alten Dorfschmiede oder ein Brotbackkurs im Tanzerhof statt.

Weitere Informationen zum Heimatfest Mauth gibt es unter: https://www.ferienregion-nationalpark.de/themen/orte/wwwferienregion-nationalparkde-mauth-finsterau-heimatfest-mauth.html