Die „Durchwachsene Silphie“ ist eine mögliche Alternative

Neureichenau. Viele Biogasanlagen werden mit Mais gespeist. Dieser „Energiemais“ wird vielerorts angebaut. Fährt man durch unseren Landkreis, beherrschen deshalb oft die Maisäcker das Bild. Bodenerosion und Klimaerwärmung sowie Insektensterben sind Aspekte, die auch neue Wege auch in der Landwirtschaft erfordern werden.

Landwirt Georg Knaus hat ein Experiment gewagt und im vergangenen Jahr die „Durchwachsene Silphie“ ausgesät. Diese Pflanze stammt aus den gemäßigten Breiten Nordamerikas. In der ehemaligen DDR wurde sie dann als Futterpflanze angebaut. Danach geriet sie in Vergessenheit. Erst seit 2007 wird sie vereinzelt in Deutschland als Energiepflanze genutzt.

Einzigartig im Landkreis

Im Landkreis Freyung-Grafenau sei er nach seinem Wissen derzeit der einzige Landwirt, der mit dieser Pflanze experimentiert, meint Georg Knaus. Die Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden oder das Klima. „Allerdings benötigt man für die Aussaat eine spezielle Maschine, und der Boden muss vorbereitet werden. Somit sind die Kosten hier viel höher als beim Mais“, erklärt Knaus weiter. Allerdings soll man die Pflanze 15 Jahre lang ernten können.

Die Silphie als Bienenweide (Foto: MuW/r.demont)

Im ersten Jahr sind die jungen Pflanzen nicht sehr noch. Erst im zweiten Jahr erreichen sie eine Höhe bis zu 1,80 Meter und blühen. Im dritten Jahr kommen die Pflanzen dann auf ihre letztendliche Höhe von etwa drei Meter. Die „Durchwachsene Silphie“ blüht von Juni bis September, was vor allem Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten freut.

Durch die „Dauerkultur“ der Pflanze ist der Ackerboden zudem eimmer bedeckt, was wiederum die Bodenerosion verhindert. Die tiefen Wurzeln der Silphie stärken ihre Widerstandsfähigkeit. Hagel oder Starkregen sorgen deshalb nicht sofort für Ernteausfälle. Pflanzenschutzmittel sind ebenfalls nicht erforderlich.

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 32/19.