Ergebnisse werden im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität vorgestellt

Passau. Nachdem sich die Stadt Passau erfolgreich um das vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr ausgeschriebene Modellprojekt „Lastenrad mieten, Kommunen entlasten – Aufbau eines Lastenradmietsystems in Kommunen“ beworben hat, fand nun das erste Arbeitstreffen statt. Oberbürgermeister Jürgen Dupper begrüßte die Teilnehmer des Ministeriums und des beauftragten Fachbüros.

„Ein Lastenfahrrad hat vielfältige Einsatzmöglichkeiten und kann bei alltäglichen Erledigungen, etwa bei der Beförderung von Kindern oder beim Transport von sperrigem Gepäck oder Einkäufen, durchaus einen Pkw ersetzen. Mit der Einführung eines entsprechenden Mietsystems möchten wir die Bürgerschaft mit dieser umweltfreundlichen Option bekannt machen. Ich freue mich sehr, dass die Vorbereitungen nach dem Zuschlag unmittelbar beginnen“, so Dupper.

Zunächst wurde das Modellprojekt nochmals vorgestellt und auf Anwendbarkeit in der Stadt Passau überprüft. Ein Punkt war dabei die Analyse möglicher Standorte für die Mietstationen, die auch per Fahrrad besichtigt wurden. Die Festlegung des weiteren Vorgehens bildete den Abschluss des ganztägigen Treffens. Die Stadtverwaltung prüft nun die notwendigen Maßnahmen, über die schließlich im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität berichtet wird.

Das Bayerische Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr hatte im Mai zur Bewerbung aufgerufen, 98 Kommunen reichten daraufhin ihre Unterlagen ein. Acht Städte und Gemeinden wurden schließlich von einer Fachjury ausgewählt, darunter die Dreiflüssestadt Passau. Das Projekt ist zum 1. September angelaufen und erstreckt sich auf die Radsaisons 2021 und 2022 mit Abschluss zum 31. Dezember. Nach dem jetzt absolvierten Beratungstermin und einem auf 20. November terminierten ersten Austauschtreffen in München soll das Lastenradmietsystem mit Unterstützung des vom Staatsministerium beauftragten Fachbüros nach Möglichkeit bis 31. März 2021 eingeführt werden. Es folgen weitere Austauschtreffen, die Erstellung, Prüfung und Abnahme des Abschlussberichts zur Evaluation, die Veröffentlichung einer Broschüre und eine Abschlussveranstaltung.

Ziel des Projekts ist es, ein nachhaltiges kommunales Lastenbeförderungssystem zu erproben, auszuwerten und auf Übertragbarkeit auf andere Städte und Gemeinden zu prüfen. Die Modellkommunen werden mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten bei der Anschaffung von Lastenrädern und den begleitenden Investitionen, etwa für die Errichtung von Stellplätzen oder für technische Komponenten des Verleihsystems, gefördert.

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