Ärztin Theresa Kammerhofer gibt Online-Kurse für Eltern, Großeltern und alle Interessierten

Passau. Der hohe Andrang und die Nachfrage an Erste Hilfe Kursen für Kindernotfälle war schon nach den ersten Malen deutlich erkennbar. „Unsere Kurse, anfangs noch im Haus, waren immer innerhalb weniger Stunden komplett ausgebucht – das hat uns in dem Angebot bestätigt“, so Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller.

Mit dem Beginn der Corona-Krise war jedoch erstmal Schluss mit Kursen und Veranstaltungen im Haus, allerdings hat sich das Team schnell Gedanken zu einer neuen Art der Umsetzung gemacht. „Auch wenn die Teilnehmer vielleicht weniger direkt angeleitet werden können, haben wir festgestellt, dass Erste Hilfe auch online geht“, so Therese Kammerhofer, Ärztin an der Kinderklinik Dritter Orden Passau.

Noch Ende letzten Jahres hat sie federführend die Leitung der Online-Kurse übernommen. „Es geht einfach darum Eltern, oder auch Omas und Opas, die Angst zu nehmen und gleichzeitig auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen – und das geht, wie so oft, über Kommunikation und Aufklärung“, so Kammerhofer.

Wie können Eltern zu Hause helfen, wann ist es sinnvoll einen Kinderarzt aufzusuchen, oder vielleicht sogar direkt in die Notaufnahme zu fahren? All diese Fragen werden im Online-Kurs ausführlich behandelt. Ob Trampolinsturz, Fahrradunfall, blaue Flecken am Bauch, eine Verbrennung, ein allergischer Schock nach einem Bienenstich oder ein Fieberkrampfanfall – die Szenarien sind direkt aus dem Alltag genommen, dementsprechend vielfältig und damit das Verletzungsspektrum groß – dennoch: Es kann in vielen Fällen auch gezielt zu Hause geholfen werden. „Wir spielen in dem Online-Kurs verschiedene Beispiele durch, vom Säugling, über das Kleinkindalter, bis hin zum jungen Erwachsenen. Dabei geht es vor allem darum, wo Hilfe, wie richtig ansetzt“, erklärt die Ärztin weiter. Oberstes Gebot sei es stets Ruhe zu bewahren und den sogenannten „kühlen Kopf“, um überhaupt richtig handeln zu können. „Oft sind es die kleinen Randinformationen, die im Notfall lebenswichtig sein können: so soll man Verbrennungen, vor allem in der kalten Jahreszeit, lieber mit lauwarmen Wasser behandeln, oder Wiederbelebungsmaßnahmen wirklich andauernd durchführen, bis der Notarzt eingetroffen ist.“ Letzte funktionieren bei einem Säugling übrigens geringfügig anders als bei einem Kleinkind oder Teenager. „Wir geben eine Anleitung zum Rhythmus und der richtigen Haltung und natürlich werden einige Punkte auch praktisch anhand von Puppen gezeigt“, so Theresa Kammerhofer.

Erste-Hilfe bei Kindernotfällen (Screenshot/Foto: Stefanie Starke)

Der Kurs komme gut an und deswegen werde man das Angebot auch in diesem Jahr weiter fortführen und ausbauen. Die ersten Termine für 2021 stehen bereits fest: Interessierte Eltern, Großeltern oder auch Erzieher können sich für die Kurse am 21.01.2021 oder am 10.02.2021 unter mykinderklinik.de anmelden. Der Kursbeitrag beträgt 10 Euro und weitere Informationen erhalten Sie nach erfolgreicher Anmeldung.

×

×

(Anzeige)