In seiner Sitzung am 03.03.2016 befasst sich der Ausschuss für Bauen und Liegenschaften mit der Erneuerung und Ertüchtigung der Schlammentwässerung in der Kläranlage Passau.

Da die Entwässerung mit Zentrifugen heute Stand der Technik ist und auch wirtschaftlich und betrieblich betrachtet große Vorteile gegenüber der Kammerfilterpressen mit sich bringt, empfiehlt die Verwaltung die Umstellung der Schlammentwässerung, vorbehaltlich der erfolgreichen Probepressungen. Die Kosten dafür betragen ca. 608.000 Euro.

Die aktuelle Ausbaugröße der Kläranlage beträgt 110.000 EW. Beim Betrieb fallen aktuell ca. 4.000 m3/a Klärschlamm mit einem Feststoffgehalt von 26-28 % nach anaerober Stabilisierung und Entwässerung an.

Derzeit werden zwei Kammerfilterpressen aus dem Jahr 1986 zur Entwässerung des ausgefaulten Klärschlamms mit Polymerkonditionierung betrieben. Sämtliche Anlagen im Bereich der Schlammentwässerung und Fördertechnik haben aufgrund ihrer langen Betriebsdauer inzwischen einen erhöhten Instandhaltungsaufwand. Ein Ausfall der Schlammentwässerung kann zu erheblichen Betriebsstörungen bis hin zum Anlagenstillstand führen. Ersatzteile für die bestehenden Kammerfilterpressen, Förder- und Steuertechnik sind teilweise auf dem Markt nicht mehr erhältlich.

Um für die Stadt Passau die beste Lösung zu finden wurde 2015 ein Variantenvergleich mit technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Untersuchungen durchgeführt. Zielsetzung war es, ein nachhaltiges und wirtschaftliches Konzept für die zukünftige Schlammentwässerung und –lagerung auf der Kläranlage Passau auszuarbeiten.

Bereits Anfang 2016 werden Probepressungen mit mobilen Zentrifugen verschiedener Hersteller durchgeführt, um die Eignung von Zentrifugen für den Klärschlamm der Kläranlage Passau konkret zu testen.

Die erste Zentrifuge soll bereits 2016 ausgeschrieben werden. Hierfür stehen Mittel in Höhe von 250.000 Euro bereit.

(Pressemitteilung v. 25.02.2016)