Schullandheim-Aufenthalt in Neuschönau

(von Christina Wimmer)

Nach den ersten Schulwochen, in denen viele der Fünftklässler schon Bekanntschaften und auch Freundschaften untereinander geschlossen haben, sollten die neuen Kontakte gestärkt werden. Deswegen machten sich die Klassen 5a und 5b des Gymnasiums Freyung Ende Oktober auf zu den Kennenlerntagen ins Waldjugendheim im Wesselyhaus in Neuschönau.
Nach einer kurzen Hausbesichtigung wurden vormittags unter der Anleitung von geschulten Waldjugendführern einige Kooperationsspiele durchgeführt, bei denen Geschicklichkeit und Konzentration gefragt waren. Nachmittags fanden draußen und drinnen weitere Spiele in Kleingruppen statt, trotz kühler Temperaturen und regnerischen Wetters ein schönes Herbsterlebnis. Nebenbei erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch allerlei Interessantes zum Nationalpark.

Ein bisschen gruselig wurde es dann nach Einbruch der Dunkelheit, als die Klassen und die sie begleitenden Lehrkräfte Britta Hein-Zwiebel, Christina Wimmer, Michael Behringer und Franz Häuslmeier zu einer Nachtwanderung aufbrachen. Spätestens bei der Gutenachtgeschichte, die abends von Biologielehrer Michael Behringer in Begleitung zahlreicher Kuscheltiere vorgelesen wurde, waren aber alle wieder beruhigt.

Am folgenden Tag stand die Besichtigung des Tier-Freigeländes auf dem Programm. Die Freude war groß, als zum Frühstück die Tutorinnen und Tutoren der Fünftklässler eintrafen, die den Tag gemeinsam mit ihnen verbrachten. Im Freigelände erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel Interessantes zu den im Nationalpark frei und in Gehegen lebenden Tieren, z. B. Auerhahn, Luchs, Wolf, Elch und Wisent, und konnten auch viele Tiere selbst beobachten und fotografieren. Zudem besserte sich das Wetter, so dass die Kinder mittags nahezu trocken im Waldjugendheim ankamen.

Am Nachmittag lösten die Schülerinnen und Schüler dann anhand von GPS-Daten verschiedene Aufgaben und Rätsel rund um das Thema „Wolf“ oder machten sich auf ins Felswandergebiet, wo sie viel Interessantes zu den im Wald vorkommenden Pflanzen – und Baumarten erfuhren. Viele trauten es sich in ihrer Gruppe sogar zu, einen kleinen Vortrag zu einer Pflanzen- oder Tierart zu halten und so selbst einmal kurzzeitig als Waldjugendführer tätig zu werden.

(Foto: Christina Wimmer)

Besonders viel Freude bereitete der Spieleabend, den die engagierten Tutorinnen am Abend mit den Neuen des Gymnasiums veranstalteten. Neben Rätselspielen, bei denen Rategeschick gefragt war, wurde vor allem bei der beliebten „Reise nach Jerusalem“ oder dem Spiel „Hey Baby“ viel gelacht.
Ein bisschen Heimweh gehört natürlich trotzdem dazu, dieses hielt sich aber auch am zweiten Abend – vermutlich auch wegen der abendlichen Gutenachtgeschichte – in Grenzen.
Zum Abschluss der drei Tage gingen die Schülerinnen und Schüler am Freitagvormittag bei trockenem Wetter noch einmal ins Felswandergebiet oder machten sich auf zum Geocaching, bevor sie die Heimreise nach Freyung antraten.

Das Fazit eines Fünftklässlers bringt es auf den Punkt: „Es war schön, aber jetzt freue ich mich auf daheim und auf die Ferien!“