Umweltbildung zu Natura 2000 in Oberösterreich und Bayern

Schönbrunn am Lusen. Sichtlich zufrieden blickt Elisabeth Frank auf das frisch eingetroffene „Forschertagebuch – Biodiversität im Böhmerwald“. „Es ist wirklich schön geworden“, kommentiert sie. Das kleine Heft ist eines der Ergebnisse des Interreg-Projekts „Grenzüberschreitende Umweltbildungsarbeit im oberöstereichisch-bayerischen Böhmerwald“.

Am 30. Juni endet die EU-geförderte Kooperation der österreichischen Böhmerwaldschule und des Jugendwaldheims, der ältesten Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Bayerischer Wald. Dort traf sich das Projektteam noch einmal für eine abschließende Besprechung.
In der Böhmerwald-Region befinden sich mehrere große Natura 2000-Gebiete, darunter der Nationalpark Bayrischer Wald. „Mit unserer Umweltbildungsarbeit die Menschen vor Ort, aber auch die jeweils verantwortlichen Pädagogen länderübergreifend zusammenzubringen, war und ist uns ein Herzensanliegen“, erklärt Frank, die Projektbetreuerin im Nationalpark. Das länderübergreifende Netz aus Schutzgebieten bildet die Basis zum Erhalt der Artenvielfalt in der Grenzregion. Dementsprechend lag der Fokus der entwickelten Umweltbildungsprogramme auf dem Thema Biodiversität.

Neben diesem Hauptthema sind Totholz, Boden, Wasser und Natura 2000 Gegenstand der einzelnen Programme. Zusammen mit Forschern aus ihren Einrichtungen arbeitete das Projektteam ihre Ideen aus und testete sie gründlich mit Schulklassen und anderen Gruppen. Zudem wurden rund um das Jugendwaldheim drei regensichere Unterstände sowie barrierefreie Gruppenräume in Österreich gebaut und kindgerechte Informationstafeln entwickelt und vor den Einrichtungen aufgestellt. „Vor allem Kinder und Jugendliche wollen wir für die Schutzgebiete vor unserer Haustüre sensibilisieren“, so Frank.

Ehrenamtliche, Lehrkräfte und externe Interessierte auf beiden Seiten wurden in der Umsetzung der Programme geschult, um die Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln zu können. Auch nach dem Ende des Projektes wird die Zusammenarbeit mit der Böhmerwaldschule weitergeführt. Denn die Bildungsarbeit in der Region soll langfristig miteinander vernetzt bleiben, genauso wie die Natur und die Lebensräume im Grenzgebiet.

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