Bericht im Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität

Die Stadt Passau hat den Zuschlag für das Modellprojekt „Lastenrad mieten, Kommunen entlasten – Aufbau eines Lastenradmietsystems in Kommunen“ erhalten. Das Bayerische Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr hatte im Mai zur Bewerbung aufgerufen, 98 Kommunen reichten daraufhin ihre Unterlagen ein. Acht Städte und Gemeinden wurden schließlich von einer Fachjury ausgewählt, darunter die Dreiflüssestadt Passau. In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität gibt die Verwaltung einen Bericht dazu.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper: „Lastenfahrräder können aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten einen Beitrag dazu leisten, wenn sie bei alltäglichen Erledigungen, etwa bei der Beförderung von Kindern oder beim Transport von sperrigem Gepäck oder Einkäufen, anstelle eines Pkws zum Einsatz kommen. Mit der Einführung eines entsprechenden Mietsystems möchten wir die Bürgerschaft mit dieser umweltfreundlichen Option bekannt machen.“

Das Projekt ist zum 1. September angelaufen und erstreckt sich auf die Radsaisons 2021 und 2022 mit Abschluss zum 31. Dezember. Nach einem Beratungstermin und einem ersten Austauschtreffen soll das Lastenradmietsystem mit Unterstützung eines vom Staatsministerium beauftragten Fachbüros nach Möglichkeit bis 31. März 2021 eingeführt werden. Es folgen weitere Austauschtreffen, die Erstellung, Prüfung und Abnahme des Abschlussberichts zur Evaluation, die Veröffentlichung einer Projektbroschüre und eine Abschlussveranstaltung.

Ziel des Projekts ist es, ein nachhaltiges kommunales Lastenbeförderungssystem zu erproben, auszuwerten und auf Übertragbarkeit auf andere Städte und Gemeinden zu prüfen. Die Modellkommunen werden mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten bei der Anschaffung von Lastenrädern und den begleitenden Investitionen, etwa für die Errichtung von Stellplätzen oder für technische Komponenten des Verleihsystems, gefördert.

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