IHK-Preise an Weiterbildungsbeste und für wirtschaftsnahe Forschung verliehen

Die IHK Niederbayern zeichnete am Freitag, 21. Februar, 31 hervorragende Prüfungsergebnisse  der beruflichen Weiterbildung und drei akademische Abschlussarbeiten mit besonders praktischem Wirtschaftsbezug mit den IHK-Preisen 2019 aus. Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, IHK-Präsident Thomas Leebmann und IHK-Hauptgeschäftsführer Alexander Schreiner überreichten Glaspokale. Dotiert ist der Preis zudem mit je 1 000 Euro als Anerkennung für die herausragende Leistung.

Erstmals wurden die beiden Preiskategorien gemeinsam in Passau gefeiert. IHK-Präsident Thomas Leebmann nannte als Grund dafür, dass damit noch mehr ein Zeichen der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gesetzt werden soll. „Wir müssen als Gesellschaft alles dafür tun, dass jeder das für sie oder ihn geeignete Bildungsangebot findet.“ Den Mut, sich auf Neues einzulassen, sich weiterzuentwickeln, immer neu zu lernen, darauf hätten sich alle Geehrten eingelassen und es auf ihrem jeweiligen Weg zu herausragenden Ergebnissen gebracht. Sowohl die jahrgangsbesten Betriebswirte, Fachkaufleute, Fachwirte oder Meister wie auch die Verfasser der besten akademischen Abschlussarbeiten mit Wirtschaftsbezug hätten sich gerade in der jetzigen Zeit voller Herausforderungen, die von Digitalisierung bis Mobilitätswandel reichen, „eine tragende Rolle bei der Gestaltung des Wandels“ erworben. Sie würden dadurch selbst wieder Motivator, Unterstützer, Macher. Um diese Kompetenz auf Augenhöhe zu unterstreichen, ermöglicht es eine Novellierung des Berufsbildungsgesetzes künftig, mit Fortbildungsabschlussbezeichnungen wie „Bachelor Professional“ oder „Master Professional“ ein offenes Bekenntnis dieser Gleichwertigkeit zu formulieren. Das begrüße die IHK ausdrücklich und unterstreiche es auch mit dieser Preisverleihung.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betonte: „Sowohl mit einem IHK- als auch mit einem Hochschulabschluss sind die Absolventinnen und Absolventen begehrte Fachkräfte auf unserem Arbeitsmarkt. Denn die berufliche und die akademische Ausbildung sind zwei unterschiedliche, aber gleichwertige Wege!“ Er zitierte aus einer aktuellen Untersuchung, wonach sich auch die Gehälter von akademisch oder beruflich Qualifizierten  mittlerweile auf gleichem Level begegnen. Laut BIHK erzielen Letztere oft genug sogar höhere „Lebenseinkommen“, die lediglich von einigen akademischen Berufen wie Ärzten, Juristen oder Ingenieuren ab einem Alter von 35 bis 40 Jahren „überholt“ werden. Bernd Sibler legte den Fokus aber ohnehin auf die verbindenden Kompetenzen: Alle Absolventen hätten bewiesen, dass sie Ausdauer und Energie haben und offen sind für neue Inhalte und Fragen. „Wir brauchen junge Menschen wie sie, die neugierig sind auf neue Entwicklungen und Technologien. Mit ihrem Know-how bringen sie den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern mit voran, mit ihrem Engagement gestalten sie unsere Zukunft entscheidend mit.“


Ein Hinweis zur Liste der Geehrten:
Die Gruppen der Prüflinge sind je nach Abschluss teilweise recht unterschiedlich groß. Deshalb gibt es zu einigen stark frequentierten Weiterbildungsprüfungen als Ausgleich auch mehrere Prüfungsbeste, deren Reihenfolge in Klammern angegeben ist. Allerdings haben dann auch die „Drittplatzierten“ überdurchschnittlich gute Ergebnisse geliefert, die es so ebenfalls zu würdigen gilt.

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