Freilichtmuseum Finsterau

Finsterau. Lange blieb das Obergeschoss im Raidlhaus für Besucher unerschlossen. Seit 2019 führt in dem alten Bauernhaus eine neue, trittfeste Treppe hinauf in eine Schusterwerkstatt. Sie erinnert an den „Schuaster-Sepp“ aus Rehberg bei Grainet und an einen Handwerksberuf, der nach und nach an Bedeutung verloren hat.

In der hellen Kammer des Raidlhauses ist die Werkstatt des Josef Reichenberger (1921 – 2004) wieder entstanden. Bis ins hohe Alter arbeitete der Schuaster-Sepp zusammen mit seiner Frau Maria, reparierte Arbeits- und Fußballschuhe, Pferdedecken und Rockerjacken. Ein Regal voller hölzerner Leisten, eine Werkbank mit allem unentbehrlichen Schusterwerkzeug und alte Arbeitshocker erwecken den Eindruck, der Schuster ist nur mal kurz weg und kommt gleich wieder. Der Besucher erhält Einblick durch die verglaste Tür. Möglichkeit zum Eintreten bieten gesonderte Führungen, denn zu viele Gegenstände liegen hier frei herum – eben wie früher, als der Schuster Hand an Leisten, Leder und Sohlen legte.

Dafür bieten im Treppenaufgang Vitrinen einen spannenden Einblick in dieses besondere Handwerk. U. a. werden typische Werkzeuge, die ein Schuster zur Handanfertigung von Schuhen brauchte, gezeigt.

Poliergerät (Foto: K. Obermeier)

Unser Freilichtmuseum hat täglich geöffnet und bietet für die Besucher nicht nur historische Gehöfte, sondern ein rundum Wohlfühlpaket mit Gastwirtschaft, Café, Bauernhoftieren, Spielplätzen und viel Ruhe. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.freilichtmuseum.de

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