Ausstellungsdebüt von Sebastian Gessenharter im Kulturmodell Passau

(von Tobias Schmidt)

Im Kulturmodell Bräugasse, können Bildende Künstler eine Zeit lang leben, arbeiten und ihre Werke ausstellen. Derzeit nutzt Sebastian Gessenharter diese Möglichkeit.

In Passau geboren, verbindet ihn einiges mit Stadt und Region, obwohl er seine Schulbildung und sein kunstpädagogisches Studium in Straubing und Regensburg genoss und derzeit an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe studiert. Bisweilen kann man den Neunundzwanzigjährigen mit Staffelei und Öl- oder Acrylfarben beim Malen von Landschaften antreffen. Das mache jenseits vom Aquarell kaum noch jemand, so Gessenharter, doch schule „plein air“ (Freiluftmalerei – Anm.d.Red.) das Auge, die Hand und das Verständnis für Bildkonzeptionen. Da ist der Mann, der uns im Ausstellungsraum in der Bräugasse mit Farbflecken auf dem Arbeitsgewand gegenüber sitzt, ganz Traditionalist. Seinen Bildern aus dem Bayerischen Wald oder Gegenden zwischen Rom und Neapel sieht man diese Haltung an. Mit schnellem Strich sind hier Landschaft einschließlich Tageszeit, Lichtstimmung und Wetterlage eingefangen.

Fotovorlagen, nein danke. Sebastian Gessenharters Ansicht der Passauer Ortsspitze entstand „en plein air“ (Bildquelle: Schmidt)

Und apropos Italien, Gessenharter kann „Tradition“ auch ganz anders: Wenn er etwa Renaissancegemälde wie Michelangelo Caravaggios „Grablegung Christi“ oder Sandro Botticellis „La Primavera“ (ital. „Der Frühling“) großformatig adaptiert, oder diese zu aufregenden Vexierbildern verfeinert. Zu entdecken in Gessenharters erster Einzelausstellung „Figuration und Landschaft“.

Noch bis 8. April kann diese im Passauer Kulturmodell, Bräugasse 9 jeweils Donnerstag bis Sonntag 13-18 Uhr besichtigt werden. Eintritt frei.

Fotovorlagen, nein danke. Sebastian Gessenharters Landschaftsbilder, wie hier im Bayerischen Wald bei Windberg (Lkr. Straubing-Bogen) entstehen „en plein air“ (Bildquelle: Schmidt)