Fürstenstein. Die Schaffung von Wohnraum ist bundesweit ein aktuelles Thema, aber nicht nur in den Ballungsräumen. Auch in den Gemeinden des Passauer Oberlandes beschäftigt man sich dort regelmäßig damit. Baugrund ist gefragt, aber oft nicht vorhanden. Dies gilt für die Außenbereiche, aber auch Ortskerne. Dort sind zwar häufig Baulücken oder leerstehende Gebäude zu sehen, stehen aber für den Markt der Bau- und Kaufwilligen kaum zur Verfügung. Für die Kommunen ist dies bedauerlich. Gerade die Stärkung der Innenbereiche und damit auch der dort vorhandenen Infrastruktur durch belebte Gebäude, wäre ein starkes Signal für eine zukunftsfähige, attraktive Ortsentwicklung, die Wohnraum in fußläufiger Gehdistanz zu den wichtigsten Einrichtungen im Ort bietet. 

Die elf Gemeinden im Passauer Oberland haben sich daher entschlossen, in ihren Gemeinden Eigentümer von relevanten Baulücken, Grundstücken oder leerstehenden Gebäuden hinsichtlich ihrer weiteren Planungen mit diesen Immobilien zu befragen. „Damit erhalten die Gemeinden einen Überblick über zur Verfügung stehende Flächen und Gebäude und können gegebenenfalls bei Anfragen bezüglich Baugrund Verkäufer und Interessent zusammenbringen“, so Josef Putz, Bürgermeister aus Salzweg und zuständig für den Bereich Ortsentwicklung in der ILE Passauer Oberland. „Innen statt außen“ lautet auch die neue Förderinitiative der Städtebauförderung und der Ländlichen Entwicklung, die im letzten Jahr bayernweit bekannt gemacht wurde.  „Grundsätzlich geht es darum, die Vitalität der Ortskerne zu erhöhen und damit die Orte für die Zukunft zu stärken“, erläutert Putz den Hintergrund der Eigentümerbefragung und fügt noch hinzu: „Daher sollten Gemeinden und Eigentümer zusammenarbeiten“. Zudem soll die Ausweisung neuer Baugebiete am Ortsrand auf das Nötigste beschränkt werden und damit auch der Flächenfraß. Die elf ILE-Gemeinden des Passauer Oberlandes haben sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, der Innenentwicklung Vorrang einzuräumen. Daher ist die Eigentümerbefragung wichtig, um die Grundstückssituation in den Gemeinden besser einschätzen zu können.

Die Beteiligung an der Befragung ist freiwillig und dauert höchstens 5 Minuten. Es müssen auch nicht alle Fragen beantwortet werden. Die Eigentümer, die in Kürze die Fragebögen zugesandt bekommen, werden gebeten, sich mit der Beantwortung der Fragen zu beteiligen.  Gerne stehen Ihnen die Mitarbeiter der Bauämter in den elf Gemeinden des Passauer Oberlandes für Fragen zur Verfügung.