München/Perlesreut. Nach der Ablehnung des Antrags der Grünen im bayerischen Landtag durch die CSU und die Freien Wähler herrscht Unverständnis bei den Freien Wählern. In ihrem Antrag vom 17.06.2020 forderten die Landtagsgrünen, wieder Kultur im Gastronomiebereich zu ermöglichen. Damit brachten sie eine Forderung aufs Tablett, die vonseiten der Staatsregierung längst erfüllt wurde. Manfred Eibl, wirtschaftspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion ist erstaunt. Schließlich seien Theater-, Konzert- und weitere kulturelle Veranstaltungen seit dem 15. Juni 2020 in Bayern wieder möglich. Darunter fallen auch Biergärten. Bis zu 50 Gäste in geschlossenen Räumen und bis zu 100 Gäste im Freien dürfen sich bei diesen Veranstaltungen aufhalten.

„Anders als von den Landtagsgrünen dargestellt, sind Live-Kulturveranstaltungen in der Gastronomie sehr wohl wieder möglich – wenn auch infektionsschutzbedingt mit Einschränkungen. Insbesondere sind künstlerische Darbietungen dann erlaubt, wenn der Verzehr von Speisen und Getränken im Vordergrund steht und der Veranstalter durch geeignete Maßnahmen sicherstellt, dass zwischen allen Teilnehmern der Mindestabstand eingehalten werden kann. Aufgrund der erhöhten Gefahr einer Ansteckung über Aerosole gilt beim Einsatz von Blasinstrumenten und bei Gesang: Zwischen Musikanten und Publikum ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Von einer ‚Grabesruhe im Biergarten‘ kann also überhaupt keine Rede sein.“, der Politiker aus Perlesreut bringt es auf den Punkt. „Es ist eine Sache, einen Antrag zu stellen, der inhaltlich obsolet ist. Es ist aber eine ganz andere, die sachlich richtige und folglich notwendige Ablehnung dieses Antrags für billige Stimmungsmache zu missbrauchen. Dieser Sturm im Wasserglas ist nicht nur beschämend, sondern zeugt von überaus schlechtem Stil.“

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