Nicht nur Unternehmen sollten von Hilfen profitieren. Auch bayerische Traditionsvereine, die in Zeiten von Corona ihren Spielbetrieb einstellen mussten, sollten unterstützt werden. Das fordert Manfred Eibl, Landtagsabgeordneter aus Perlesreut. „Noch in diesem Jahr sollen Eishockey-Spiele wieder möglich werden.“, so Eibl. Das ist auch die erklärte Zielsetzung der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Bei einem Gespräch mit Stefan Schaidnagel, Sportdirektor in Generalverantwortung beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) im Landtag, wurde dieses Ziel klar formuliert. „Anders als etwa in der Fußball-Bundesliga können die Teams im Eishockey ohne Zuschauer-Einnahmen nicht überleben. Ohne volle Hallen steht der Eishockey-Sport zumindest vielerorts vor dem Aus.“

„Die Ligen müssen Ende September, spätestens jedoch Ende Oktober starten – und zwar mit Publikum.“, fordert Eibl. „Natürlich ist nicht absehbar, wie sich das Coronavirus bis dahin entwickelt. Daher kann zu diesem Zeitpunkt kein fester Zeitpunkt genannt werden, an dem der Spielbetrieb mit Publikum wieder aufgenommen werden kann. Lockerungen sind nur dann möglich, wenn die Infektionszahlen nicht ansteigen.“

Diesbezüglich schlagen die FREIEN WÄHLER eine mehrgleisige Strategie vor: „Wenn es verantwortbar ist, öffnen wir die Stadien für alle, mit Hygienekonzept und Gesichtsschutz. Sollte das nicht möglich sein, schlagen wir eine Kombinationslösung mit reduzierten Zuschauerkapazitäten, einer verstärkten Einbindung der TV- und Streaming-Anbieter sowie staatlichen Zuschüssen vor. Dabei fände ich es charmant, wenn der Verein Streaming-Dauerkarten verkaufen und sich damit eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen könnte. Die Zuschauer könnten die Spiele von Zuhause oder von der Gaststätte aus anschauen und kämen wenigstens in den Genuss, über den Bildschirm mit ihrer Mannschaft zu fiebern. Gleichzeitig wäre eine Möglichkeit geschaffen, zumindest einen Teil der sonst üblichen Einnahmen zu generieren.“

Eibl sieht Möglichkeiten für den Spielbetrieb. So habe die DEL konkrete Konzepte für die Fortsetzung des Eishockey-Sports in den Hallen entwickelt. Auf diese Weise können 70 % der Hallen Belüftungssysteme oder vergleichbare Maßnahmen vorhalten, um den Infektionsschutz zu gewährleisten. „Allein in Regen, Waldkirchen, Passau, Deggendorf und Straubing gibt es Eishockey-Vereine, die eng mit der Region verwoben sind und einen wesentlichen gesellschaftlichen Mehrwert für die Region darstellen.“, so Eibl. „Es wäre schlimm, wenn der Eishockey-Sport dort einfach verschwinden würde.“ Deshalb müsse alles getan werden, um Nachwuchs-, Breiten- und Profisport wie gewohnt im Herbst, wenn auch mit einer gewissen Verzögerung, zu starten.

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