Wie Unternehmen mit extrem billigen Preisen um Kunden werben und welche Auswirkungen dies auf den Markt hat

König Kunde hat es bei seinen Kaufentscheidungen mittlerweile immer schwerer. Saisonschlussverkäufe, die viel zu früh starten und heute ein reines Marketing-Instrument darstellen, sind heutzutage an der Tagesordnung. Zinslose Teilzahlungsmöglichkeiten beim Kauf von Elektroprodukten oder Möbeln locken die Kunden ebenso wie saisonale Werbelawinen vor Weihnachten, Ostern oder zum Muttertag.

Zu all dem gesellt sich heute das Internet liebevoll hinzu. Kaum, dass eine Webseite angeklickt wird, wird der Kunde von Preis- und Rabattinfos überflutet. Hier kann man schon einmal die Orientierung verlieren. Knapp 20 Prozent des Jahresumsatzes im deutschen Einzelhandel erzielt allein das Weihnachtsgeschäft. Viele Kaufentscheidungen werden natürlilch auch durch die ganzährigen Rabattangebote forciert.
Das Weihnachts- und Jahresende-Geschäft 2017/18 erzeugte einen neuen Umsatzrekord. Bis zum Ende der Weihnachtsferien am 6. Januar 2018 wurde in der Bundesrepublik ein Einzelhandelsumsatz (inklusive dem Online-Geschäft) von 130 Mrd. Euro erwirtschaftet. Nicht in diesem Topf enthalten sind die Umsätze an Tankstellen und die den Apotheken. Der Jahres-Gesamtumsatz im deutschen Einzelhandel beläuft sich auf aktuell gut 500 Mrd. Euro. Für 2018 wird eine Steigerung von 1,5 bis 2-5 Prozent prognostiziert. Ein gewaltiges Wirtschaftsvolumen, ein elementarer Wirtschaftsfaktor, in dem sich inzwischen Anbieter und Hersteller mit dem Ziel, von Jahr zu Jahr Umsatz- und Ertragssteigerungen zu verzeichnen, tummeln.

Rabatte, Rabatte, Rabatte

Jedes Mittel scheint recht zu sein im Kampf um den Kunden. Abstruse Rabatt-Angebote von bis zu 75 Prozent gaukeln vor, dass der Handel seine Ware quasi verschenkt. Der Verbraucher bekommt den Eindruck, dass sich eben dieser Handel vorher anscheinend eine „Goldene Nase“ verdient hat. Denn wie könnte er sonst derartige Rabatte finanzieren? Was der uneingeweihte Kunden nicht weiß, ist, dass der Handel mit dieser Vermarktungspolitik trotzdem seine (notwendigen) Gewinne erwirtschaftet. Wie sonst sollten diese Unternehmen ihre Kosten decken?

Die ganze Story zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link (Seite 8); ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 03/18.

(Bild: Rabatte & Co. im Winterschlussverkauf: viele Unternehmen locken Kunden mit extrem billigen Preisen und eröffnen somit eine regelrechte „Rabatt-Schlacht“ – Foto: Eckelt)

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