Immer mehr Immobilienerben in unserer Region treten ihr Erbe nicht an

Natur, Ruhe und Idylle. Das sind nur drei der vielen Attribute, für die die Region Bayerischer Wald steht. Unsere Region liefert Naturliebhabern und Landluftfans so einige Argumente, sich hier anzusiedeln. Jüngste Statistiken zeigen jedoch ein völlig anderes Bild. Immer mehr Immobilien in unserer Region fallen an den Freistaat Bayern. Auf den ersten Blick ist das keine beunruhigende Nachricht. Befasst man sich aber genauer mit der Thematik und stellt sich die Frage nach dem ‚warum‘, entdeckt man eine beunruhigende Entwicklung, die die Regierung nicht länger außer Acht lassen sollte.

Über 5000 Häuser sind im Jahr 2015 an den Freistaat gefallen. Viele davon deshalb, weil die rechtmäßigen Erben ihr Erbe nicht angetreten haben. Aber warum schlägt man sein Erbe aus, wenn es sich doch um ein ganzes Haus handelt? Das kann viele Gründe haben. Zum einen kann die Immobilie mit hohen Schulden behaftet sein, zum anderen sind die Gebäude oft derart baufällig, dass der Zeit- und Kostenaufwand für eine Renovierung höher wäre als der Verkaufs- oder Miterlös, den diese einbringen würde. Gerade letzteres scheint im Freistaat und speziell im Bayerischen Wald immer mehr zum Problem zu werden.

Immer mehr Häuser gehen an den Freistaat

Die Zahl der Immobilien die aufgegeben werden und dem Freistaat Bayern zufallen, steigt rasant an. Waren es 2013 noch 4363 Häuser, nennt der Freistaat im Jahr 2015 bereits 5677 solcher Gebäude sein Eigen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Bernhard Roos sieht diesen Anstieg um 23 Prozent in nur zwei Jahren problematisch: “Die verwaisten Häuser sind ein wichtiger Indikator dafür, wie es um die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Bayern und um die Attraktivität der jeweiligen Regionen bestellt ist. Gerade der Bayerische Wald und konkreter der Grenzgürtel zu Tschechien verliert immer mehr an Attraktivität.“ Letztere Aussage lässt sich in Zahlen belegen. Denn 21,3 der betroffenen Immobilien im Regierungsbezirk entfallen auf den Landkreis Passau, 19,9 Prozent auf den Landkreis Freyung-Grafenau und 14,7 Prozent auf den Landkreis Regen.

(Die ganze Story jetzt abrufbar unter diesem PDF-Link; ‚Die Neue Woche‘, Ausgabe KW 03/17)