„Ein starker Partner in Kirche, Gesellschaft und Politik“

Erlauzwiesel/Passau. Die Diözesanadventsfeier der Malteser ist traditionell offizieller Jahresabschluss und zugleich Dank der Malteser für die Ehrenamtlichen und ihr vielfältiges Engagement. Dazu konnte der stellvertretende Diözesanleiter und Kreisbeauftragte für Freyung-Grafenau Ludwig Berger am vergangenen Sonntag im Restaurant am See in Erlauzwiesel unter anderem Stadtpfarrer Bruno Pöppel, die stellvertretende Landrätin Renate Cerny sowie zahlreiche Vorstandskollegen und natürlich viele andere Malteser begrüßen.

Im Wortgottesdienst erzählte Diözesanseelsorger Stadtpfarrer Johannes B. Trum eine Geschichte, wonach Gott eine 25. Stunde am Tag erschuf, weil die Menschen immer zu wenig Zeit haben. Er kam zu dem Ergebnis: „Zeit haben immer nur die Liebenden. Die, die schon vorher geholfen hatten, nahmen sich auch diese Stunde, um zu helfen.“ Er wünschte seinen Maltesern „eine gut angelegte, wertvolle Zeit und eine Zeit der Liebe. Hoffen wir, dass wir auch im nächsten Jahr wieder Zeit finden für die Malteser.“

„Ein gutes neues Jahr“, wünschte Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer, „denn gestern hat das neue Kirchenjahr begonnen.“ Auch er widmete sich dem Thema Zeit. „Das ist etwas, was wir immer als ganz knappes Gut empfinden.“ Er riet, Wartezeiten als Gedanken- oder Gebetszeiten zu nutzen, sei es beim Arzt, an der roten Ampel oder bei einer langen Zugfahrt. „Ich möchte Sie ermutigen, sich Zeit zu nehmen für die Liebe zu Jesus Christus und für den anderen“, rief er die Anwesenden auf.

Viele Punkte konnte Ludwig Berger in seinem Jahresrückblick aufzählen, darunter ein Gebäude, das in Passau für die Katastrophenschutzeinheiten angemietet wurde oder die Gründung der Malteser Garde: „Damit wird altgedienten Maltesern eine neue Aufgabe gegeben.“ Im Sozialen Ehrenamt seien unter anderem wieder mehrere Ausflüge und Wallfahrten für Senioren und beeinträchtigte Mitmenschen organisiert worden. Die Passauer Malteser waren auch auf der Bundesversammlung vertreten, bei der der Präsident in den Ruhestand verabschiedet und sein Nachfolger gewählt worden ist. Ein Höhepunkt waren die Feierlichkeiten „60 Jahre Malteser in der Diözese Passau,“ In dem Rahmen wurde auch eine Wallfahrt nach Lourdes durchgeführt. Ausbildung, Auslandshilfe, Sanitätsdienste, Jugendarbeit und Schulsanitätsdienst waren auch im Jahr 2018 weitere Aktivitäten.

Viel Applaus für ihr Krippenspiel erntete die Kindergruppe Ruderting unter Leitung von Carolin Lukat (3.v.r.) und Mona Lindbüchler (5.v.l.) – Foto: Krenn

Schon zum vierten Mal sei sie heuer zu Gast bei einer Veranstaltung der Malteser, erklärte Rente Cerny. Neben der 60-Jahr-Feier war sie bei der Inklusionsolympiade in Karlsbach und beim Diözesanwettbewerb in Hutthurm dabei. „Sie alle sind praktizierende Helfer. Sie sind und bleiben ein starker Partner in Kirche, Gesellschaft und Politik. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, jedem Einzelnen, sei es Haupt- oder Ehrenamtlicher, mit Respekt und Anerkennung Dank zu sagen für Ihr engagiertes und unverzichtbares Wirken“, betonte sie.

Ein Höhepunkt war das Krippenspiel der noch jungen Kindergruppe aus Ruderting mit vielen liebevollen Details. Die jungen Leute unter Leitung von Carolin Lukat und Mona Lindbüchler machten ihre Sache ausgezeichnet und erhielten den verdienten großen Applaus.

An Carolin Lukat aus Neuhaus am Inn und Mona Lindbüchler aus Tiefenbach überreichte Ludwig Berger im Anschluss daran ihre Berufungsurkunden als Leiterinnen der Kindergruppe Ruderting, ebenso erhielt Roland Kronawitter aus Ruderting die Berufungsurkunde zum Leiter der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung. Silvia Greiner aus Passau wurde für ihr Engagement bei den Ausflugsfahrten mit der Verdienstplakette in Bronze geehrt.

Die Karlsbacher Gruppenmitglieder Nadine Peschl mit einem Gedicht und Maria Berger mit einer Geschichte zur Adventszeit rundeten den Nachmittag stimmungsvoll ab.