Ist ein Leben ohne Smartphone noch möglich?

Umfrage des VerbraucherService Bayern: Probleme in fast allen Lebensbereichen

Die Eltern im Homeoffice, die Kinder beim Homeschooling. Die Covid-19-Pandemie hat den Alltag noch deutlich digitaler werden lassen, als er es ohnehin schon war. Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) bemerkte in seiner Beratungspraxis, dass vornehmlich ältere Verbraucher:innen sich von der Digitalisierung überfodert fühlen und hat deshalb eine Umfrage durchgeführt, die aufzeigt, in welchen Bereichen Probleme gesehen werden. Die Umfrage reiht sich in die vielfältigen Jubiläumsaktivitäten, die der Verbraucherverband anlässlich seines 65. Geburtstags in diesem Jahr durchführt. Auch und gerade in Zeiten der Corona-Pandemie möchte der VSB für die Verbraucher:innen und deren Interessen einstehen, diese in Richtung Politik vertreten und umfassend informieren.

Bisher hat der Verbraucherverband rund 450 Rückmeldungen. Es zeigt sich hierbei, dass sich die Probleme über alle Bereiche des Alltags verteilen. Banken und Versicherungen werden ebenso genannt wie der Telekommunikationsbereich oder der Energiesektor, der öffentliche Nahverkehr und die Verwaltung. Handel ebenso wie Freizeit und Gesundheit. Auch Corona nimmt einen relevanten Teil der Antworten für sich in Anspruch. Von der Corona-Warn-App bis hin zur Anmeldung im Impfzentrum, sehen die Teilnehmer der Umfrage die Vorteile bei denen, die sich leicht digital zu helfen wissen.

„Wir können es uns nicht leisten, ganze Bevölkerungsgruppen digital abzuhängen. Es ist wichtig, dass zumindest in den Kernbereichen des Alltags ein adäquater analoger Zugang zu den relevanten Dienst- und Serviceleistungen erhalten bleibt oder wieder geschaffen wird. Das sollte für die Bereiche der Daseinsvorsorge auch gesetzlich verankert werden“, kommentiert Eva Traupe, Leiterin des Verbraucherrechtsteams beim VSB und Mitinitiatorin der Umfrage: „Natürlich setzen wir gleichermaßen auf die kontinuierliche Vermittlung digitaler Kompetenzen. Hier müssen aber aktiv Angebote an die Verbraucher:innen herangetragen werden. Für Leute ohne Internetzugang genügt ein Hinweis auf eine Website nicht“, so Traupe.