Die erste touristische Messe für die „Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald“ nach dem Lockdown

Ein mulmiges Gefühl war es schon, als es nach sechs „messelosen“ Monaten über 700 km vom Bayerischen Wald nach Düsseldorf ging. Wie wird es dort sein? Kommen überhaupt Besucher? Wie wird die Stimmung sein? Und wie wird sich ein Messetag in Zeiten von Corona gestalten?

Der Aufbau gestaltete sich, wie in den Vorjahren, als sehr angenehm. Keine nörgelnden Hallenordner, geöffnete Hallen bis 22 Uhr, keine lästigen Parkpfandmaßnahmen, alles prima – und alles wie früher, nur dass man eben mit einer Maske den Stand aufbauen musste.

Der erste Messetag verlief eher ruhig, dennoch nutzen einige Besucher die im Vergleich zum Vorjahr leereren Messehallen, um gute Gespräche zu führen. Am Stand besuchte uns beispielsweise eine Reisebloggerin, ein Reisejournalist, die ehemalige Geschäftsführerin Monika Dombrowsky und der Hauptgeschäftsführer des Sauerländischen Gebirgsvereins bezüglich Kooperationen und Zusammenarbeit. Daneben zahlreiche, interessierte Besucher, die unter anderem auf der Suche nach Alternativen zum bereits stornierten Mallorca- und Portugalurlaub waren. 

Da die Tour Natur eine Zusatzveranstaltung zur weltweit größten Camping- und Caravan Messe ist, waren viele Camper unter den Besuchern. Im Vergleich zu den letzten Jahren, waren einige unter ihnen, die mit dem Zelt vereisen wollen. Offenbar genießt das Zelt eine Art Renaissance, denn zahlreiche Besucher fragten sogar explizit nach Zeltplätzen. Insbesondere Dachzelte erleben derzeit einen regelrechten Boom.

Samstag war der besucherstärkste Tag der Messe. Der erinnerte ein wenig an die Zeiten vor Corona. Nur das eben alle Masken trugen. Dies wurde sehr gewissenhaft von einem speziellen Team ständig überwacht. Die Toiletten wurden regelmäßig gesperrt, gereinigt und desinfiziert. Ständige Durchsagen über die Hallenlautsprecher erinnerten zudem die Besucher an die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und Desinfekionsmittel war überall aufgestellt und verfügbar. Durch diese Maßnahmen hatten Besucher wie auch Aussteller ein sicheres Gefühl.

Am Stand konnten zahlreichen Gespräche mit interessierten Messebesuchern geführt werden, die sich über die Region und den Nationalpark informieren wollten. Es kamen aber auch Besucher, die stolz von ihren Erlebnissen im Bayerischen Wald berichteten. So erzählte ein Pärchen von ihren Camping-Erlebnissen im nagelneuen Campingplatz in Bodenmais. Ein Mann berichtete, er wurde als junger Bub von seinem Vater auf sämtliche Berge des Bayerwald hinaufgetrieben, um Stockwappen zu sammeln. Er sei zwar in dieser Zeit regelrecht „traumatisiert“ gewesen, habe aber inzwischen wieder ungeheuer Lust auf Wandererlebnisse im Bayerischen Wald und erinnert sich gerne an die Zeit zurück. Andere bezeichneten den Goldsteig, auf dem sie bereits einige Male gewandert sind, als den mit Abstand besten Wanderweg überhaupt.

Wir hatten an den drei Messetagen Anfragen von Kajakfahrern, Felskletterer, abenteuersuchenden Nationalparkfans, Familien und Hundebesitzern, die den neuen Pocketguide „Urlaub mit Hund“ sehr lobten. „Endlich mal eine Region, die das kapiert“, so der O-Ton einer Besucherin.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die erste Messe nach dem Lockdown mit über 42.000 Besuchern ein voller Erfolg war. Es konnten neue Gäste für eine Region begeistert werden und Stammgäste freuten sich über Neuigkeiten aus und um den Nationalpark im Jubiläumsjahr.

Ein Aussteller sagte hierzu ein treffendes Statement, er meinte: „Wie können wir von unseren Gästen erwarten zu uns zu kommen, wenn wir nicht bereit sind sie in ihrer Heimat zu besuchen.“

Aufgrund dieser positiven Erfahrungen präsentiert sich die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald bereits im November, zusammen mit einem Partnerbetrieb, bei den Cat and Dog Days im Einkaufszentrum Linz.

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