Die Arbeiten auf der dritten Fahrspur der B 12 bei Salzweg gehen gut voran, die Baustelle macht große Fortschritte. Am Mittwoch und Donnerstag wird bereits die Asphalttragschicht eingebaut. Wenn das Wetter mitspielt, folgt am Freitag und Samstag die Deckschicht auf dem 3,5 Kilometer langen Abschnitt der B 12, die in den vergangenen Wochen um eine dritte Fahrspur ergänzt wurde. Wenn alles gut läuft, können im Lauf der nächsten Woche Markierer, Bankett- und Schutzplankenbauer die Fahrbahn fertigstellen. Wann die Straße für den Verkehr freigegeben werden kann, wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Seit 19. August ist die Bundesstraße zwischen der Anschlussstelle Salzweg Nord und Kastenreuth gesperrt. Nach umfangreichen Erdbau- und Entwässerungsarbeiten sowie der Aufhöhung des bestehenden Lärmschutzwalls bei Angl wurden in den vergangenen Wochen die Vorbereitungen für die Asphaltierungsarbeiten getroffen. Jetzt ist der Asphaltbau voll im Gange.

Für den Bau der dritten Fahrspur bei Salzweg wurden rund 0,9 Hektar Fläche zusätzlich asphaltiert – für die neue Fahrspur sowie die parallel verlaufende Gemeindestraße zur Kläranlage der Gemeinde Salzweg. Dafür wird eine fast doppelt so große Ausgleichsfläche hergestellt – mit 1,4 Hektar entspricht diese der Fläche von zwei Fußballfeldern.

Zugegeben: Noch ist wenig von dem zu erkennen, was dort an Naturflächen entsteht. Als vorgezogene Maßnahme – lange vor Beginn der Bauarbeiten – wurden an der Straßenböschung oberhalb von Angl sogenannte Steinriegel angelegt. Diese Haufen aus Granitschroppen und Totholz erscheinen dem Menschen wenig ansprechend, doch für Eidechsen und heimische Schlangen sind die von der Sonne erwärmten Steine ein wichtiger Lebensraum, der auch bereits rege von den Tieren angenommen wird.

Eine weitere wichtige Maßnahme entlang der B 12 sind Waldrand-Unterpflanzungen. Dadurch wird nicht nur der Lebensraum Wald in seinem Strukturreichtum aufgewertet, sondern auch der Wald selbst vor Gefahr durch beispielsweise Windwurf geschützt. Somit wird durch eine Verbesserung der Lebensraumqualität ausgeglichen, was im Zuge der Erdarbeiten an Lebensraumfläche verloren gegangen ist.

Artenreiche Wiesenflächen können nur entstehen und auf Dauer bestehen bleiben, wenn die Flächen langfristig gepflegt werden. Nur bei konsequent eingehaltenen jährlichen Mahdzeitpunkten und Verzicht auf übermäßige Düngung können sich nach einigen Jahren die erwünschten Gräser- und Kräuterarten etablieren. Entsprechend benötigt das Anlegen Zeit, damit sich die ausgesäten Pflanzen auch in der gewünschten Zusammensetzung „einpendeln“ können. Dafür erfreuen diese „Extensivwiesen“ später nicht nur die Autofahrer mit ihrem Arten- und Blütenreichtum, sondern vor allem Insekten, Bienen und Vögel.