Kreisrätin Halo Saibold ruft der Teilnahme an der „Temelin Konferenz 2019“ auf

Aldersbach/Temelin (Tschechien): Die derzeitige tschechische Regierung hält trotz heftiger in- und ausländischer Kritik an ihrer Absicht fest, das tschechische Atomkraftwerk Dukovany und auch das Atomkraftwerk Temelin in unmittelbarer Nachbarschaft zur bayerischen Grenze weiter auszubauen. Dagegen gibt es auf bayerischer und österreichischer Seite seit Jahren massiven Protest. Aktuell ruft Halo Saibold, Mitglied des Passauer Kreistags, zur Teilnahme an der Anfang Oktober stattfindenden „Temelin Konferenz 2019“ auf.

Der Reaktor 1 des AKW in Temelin hat eine gefährliche Schweißnaht direkt am Reaktordruckgefäß. Diese Schweißnaht hält nicht unter Stress, sagte selbst die Inspektorin der tschechischen Atomaufsicht, die den Fall untersuchte. Sie bekam einen Maulkorb. Der Fall wurde und wird immer noch vertuscht. Nach wie vor setzen die atomaren Betonköpfe in der tschechischen Regierung gemeinsam mit ihrer Atomindustrie auf eine veraltete Risikotechnik, anstatt mit erneuerbaren Energien in die Zukunft zu gehen.

 Schon seit Jahren macht die im Fichtelgebirge angesiedelte Bürgerinitiative „Stoppt Temelin“ auf die drohende atomare Gefahr aufmerksam und veranstaltet deswegen jährlich eine „Temelin-Konferenz“, die in der Regel vor Ort in unmittelbarer Nähe zum Gefahrenreaktor stattfindet. So auch in diesem Jahr am 4. und 5. Oktober im tschechischen Hluboka, nur wenige Kilometer von Temelin entfernt. Unterstützt wird die Bürgerinitiative schon seit vielen Jahren, so auch heuer, von der Passauer Kreisrätin und ehemaligen Bundestagsabgeordneten der GRÜNEN Halo Saibold. Gemeinsam mit dem Bund Naturschutz organisiert sie die Teilnahme der niederbayerischen Atomkraftgegner, vor allem die gemeinsame Fahrt zur bevorstehenden „Temelin-Konferenz“. Wer daran teilnehmen möchte sollte sich dazu umgehend bei Halo Saibold unter der Telefon-Nummer 08547 7332 oder per e-mail „halo@saibold.de“ anmelden.