Neues INGRIMM-Album „Auf Gedeih und Verderb“ entsteht. Am 30. März live in Passau

(von Tobias Schmidt)

Seit 2005 Jahren hat Mittelalter-Metal hat in unserer Region einen Namen: INGRIMM. Alex Haas (Gitarre), Alex „Funsl“ Finzl (Schlagzeug), René Brandt (Gesang), Christian „Hardy“ Hadersdorfer (Dudelsack/Drehleier) und Stephan Fimmers, der Neuling in der Tafelrunde am Bass sind Musiker aus dem Raum Kelheim-Plattling.

Mit donnernden Drums, grollendem Bass, kompromisslos harten Riffs aus gern einmal herunter gestimmten Gitarren sowie manch dräuend schöner Melodei aus Dudelsack und Drehleier – hin und wieder sind auch Flöten oder eine Violine dabei – haben die fünf schon viel miteinander durch. Dreimal spielten sie bislang beim weltbekannten Wacken Open Air, gestalteten mit der befreundeten Band Fiunferley 2015 die Countdownshow zum Serienhit „Game of Thrones“, ja selbst ein eigenes Starkbier boten sie ihren Fans schon feil.

Abseits von Livekonzerten gab es zuletzt von der Band auf einschlägigen Videoplattformen im Internet audiovisuelles Material zu „Der Schinder“ zu sehen, dem ersten Teil einer Krimiserie des Autorinnenduo Nadine d’Arachart und Sarah Wedler. Nach vier Studio-, einem Livealbum sowie diversen EPs wurde es für INGRIMM nun wieder Zeit, die Mittelalter-Metal-Melange-Maschine im Studio anzuwerfen. Momentan sind die Aufnahmen zum neuen Album „Auf Gedeih und Verderb“ und die Vorbereitungen zur begleitenden Deutschlandtour in vollem Gange.

Warum dieser Albumtitel? Die Band will nach oben, sich dabei aber ihren eigentümlichen Musikstil nicht verbiegen lassen, und sie zelebriert in den Texten keine Mittelalter-Romantik, sondern man hört dort durchaus einiges über die Härte des Lebens. „Wir haben zum Beispiel eine Nummer über Suchtbewältigung und eine über innerfamiliäre Gewalt im Programm“, wieder eine andere behandele die zeitlose Suche nach dem Glück, „also viele Themen, die immer dort auftauchen, wo Menschen sind, und sich wahrlich nicht auf das Mittelalter beschränken lassen“. So die reichlich abgeklärte Antwort der Band auf unsere Frage nach „Auf Gedeih und Verderb“. Die alten Themen gehen eben nicht aus, Pop sucht nur immer wieder nach einer neuen Gewandung. Und die schaut bei INGRIMM eben nach Spielleuten an einem Fürstenhof oder Turnierplatz vor langer Zeit aus.

Apropos Turnierplatz, der wird INGRIMM ab Ende April auf zahlreichen Bühnen von Frankfurt bis Leipzig und Hamburg bereitet, wenn es auf Tournee geht. In der ostbayerischen Heimat kommen die Fans aber schon dieser Tage in den Genuss der neuen Songs. Das erste Warmspielen in Regensburg verlief erfolgreich.

Am Samstag, 30. März folgt um 20 Uhr Vorabshow Numero zwei im Passauer Jugendzentrum Zeughaus, ein gemeinsamer Abend mit den Nürnberger Folk-Metalern „Vera Lux“ und „Noise!“ aus Passau. Die Karten zu 11,- Euro sind nur an der Abendkasse erhältlich.

Das Album „Auf Gedeih und Verderb“ erscheint am 9. Mai im Eigenverlag und wird über die Website der Band vertrieben, aber auch bei den großen Audiostreaming-Diensten verfügbar gemacht. Bis dahin lässt die Band ihre Fans online am Entstehungsprozess teilhaben. Ein gelegentlicher Blick auf www.ingrimm.com oder den Facebookauftritt der Band lohnt sich.