Mit vielen langjährig engagierten Kräften und einigen neuen Beauftragten startet das Netzwerk der Senioren- und Behindertenbeauftragten aller Ilzer Land Kommunen in die neue Periode

Thurmansbang. Nach einer langen Pause aufgrund von Corona und der Kommunalwahlen war es endlich wieder so weit: Das Netzwerk der Senioren- und Behindertenbeauftragten aller zwölf Ilzer Land Kommunen und der beiden Landkreise Freyung-Grafenau und Passau konnte sich in der Festhalle in Thurmansbang treffen – Abstand und Mundschutz waren selbstverständlich.

Bürgermeister Martin Behringer aus Thurmansbang begrüßte die anwesenden Beauftragten in der Festhalle in Thurmansbang. Gemeinsam mit Bürgermeister Martin Geier ist er im Ilzer Land für den Bereich Senioren & Menschen mit Handicap des Handlungsfelds „Soziales, Mitwirkung & Traditionen“ zuständig. „Die Arbeit aller einzelnen Senioren- und Behindertenbeauftragten und des Netzwerks im Ilzer Land ist von sehr großer Bedeutung. Das Netzwerk der ILE Ilzer Land war Vorreiter und hat viele Projekte angestoßen, die die Inklusion fördern und Senioren und Menschen mit Handicap unterstützen“, betonte Martin Behringer. Auch Bürgermeister Martin Geier aus Schöfweg begrüßte die Runde und bedankte sich bei jeder und jedem einzelnen Beauftragten, der sich nach der Wahl im März 2020 dazu bereiterklärt hat, das Amt als Senioren- oder Behindertenbeauftragter in seiner Kommune zu übernehmen und sich für Senioren und Menschen mit Handicap zu engagieren. „Ich freue mich, dass wir uns heute nach dieser langen und schwierigen Zeit wieder persönlich treffen können und hoffe, dass wir trotz Corona einige kleinere Aktionen im Rahmen des Möglichen starten können“, so Martin Geier. Corina Molz, die neue Geschäftsführerin der ILE Ilzer Land und Projektkoordinatorin des Handlungsfelds „Soziales, Mitwirkung & Traditionen stärken“, stellte sich dem Netzwerk vor und freut sich sehr über ihre neue Aufgabe: „Ich freue mich sehr, dass ich mich von nun an für Senioren und Menschen mit Handicap einsetzen darf, und werde meine Ideen einbringen. Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit und viele gemeinsame Projekte.“ Sie hat bereits gemeinsam mit ihrer Kollegin Annette Hofmann Mappen zusammengestellt, in denen wichtige Informationen und Broschüren für Senioren und Menschen mit Handicap enthalten sind. Die Mappen wurden den Beauftragten als Unterstützung für ihre Arbeit in den Kommunen und zur Verteilung vor Ort an die Hand gegeben.

Nach der Begrüßung durch die beiden handlungsfeldführenden Bürgermeister folgte eine Vorstellungsrunde. Jede/-r Beauftragte stellte sich und seine Erfahrungen in diesem Bereich kurz vor und erläuterte derzeitige Herausforderungen oder Aktionen. Anna Mitterdorfer, Seniorenbeauftragte des Landkreises Freyung-Grafenau, Anita Moos, Behindertenbeauftragte des Landkreises Freyung-Grafenau, und Willi Wagenpfeil, Beauftragter für Menschen mit Handicap des Landkreises Passau, stellten sich und ihr Aufgabengebiet ebenso vor. Die Beauftragten der Landkreise wollen sich weiterhin mit all ihren Erfahrungen im Netzwerk der ILE Ilzer Land einbringen und die Beauftragten bei ihrer Arbeit in den Kommunen unterstützen.

Vor der offiziellen Verabschiedung der ausgeschiedenen Kräfte gab Martin Behringer noch einen kurzen Rückblick auf vergangene Aktionen, die sehr erfolgreich waren und die gute Arbeit des Netzwerks unterstreichen. So zum Beispiel waren der Aktionstag für Menschen mit Handicap, die Seniorenausflüge oder auch das Sommerprogramm ein voller Erfolg. In Zukunft – sobald Corona es zulässt – soll ein Ausflug aller Beauftragten geplant werden, damit der Zusammenhalt gestärkt wird.

Im Anschluss daran wurden ausgeschiedene Kräfte mit kleinen Geschenken verabschiedet. Martin Behringer und Martin Geier bedankten sich so bei Elfriede Saugspier aus Innernzell für ihren großen Einsatz in den letzten Jahren und wünschten ihr alles Gute für die Zukunft. Anna Mitterdorfer wurde ebenfalls als Seniorenbeauftragte der Stadt Grafenau verabschiedet. Die Bürgermeister äußerten ihre Freude darüber, dass Frau Mitterdorfer dem Ilzer Land dennoch als Seniorenbeauftragte des Landkreises erhalten bleibt. Ebenso wurde Dr. Carolin Pecho, mittlerweile Bürgermeisterin der Gemeinde Ringelai, ein Geschenk für ihre tolle Arbeit als Projektkoordinatorin des Handlungsfelds überreicht. Auch sie bleibt dem Netzwerk erfreulicherweise erhalten.

Anschließend wurde über mögliche Aktionen zu Corona-Zeiten diskutiert. Bürgermeister Martin Geier betonte, dass gerade in solchen Zeiten Kreativität bei den Gemeinden vor Ort gefragt ist. Gleichzeitig mahnte er aber zur Vorsicht. Corona darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, insbesondere, da Senioren und Menschen mit Handicap zur Risikogruppe gehören. Martin Behringer machte deutlich, dass soziale Kontakte wichtig sind und man kleinere Aktionen planen könnte. Dazu sollten unbedingt die örtlichen Hallen oder sonstigen großen Räume genutzt werden. Wenn der Abstand eingehalten werden kann, der Raum durchlüftet wird, die Teilnehmerzahl begrenzt wird und Masken getragen werden, sind kleinere Aktionen, wie ein Kaffeekränzchen, durchaus möglich. Was man aber sicherlich bereits jetzt in Angriff nehmen wird, ist die Erneuerung des Notfallpasses. Diesen gibt es bereits seit längerer Zeit und er stieß auf große Resonanz. Somit wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich um die Aktualisierung des Notfallpasses kümmern wird. Außerdem wurde die Idee in den Raum geworfen, Geschichten von Senioren aus der Vergangenheit zu sammeln und einige dieser Zeitzeugenberichte in einer Broschüre festzuhalten. So freuen sich die Senioren, dass sie ihr Wissen und ihre persönlichen Erfahrungen weitergeben können, und die jüngere Bevölkerung erfährt Geschichten aus der Vergangenheit. Zur Umsetzung dieser Idee wird ein Konzept in einer Arbeitsgruppe entwickelt und beim nächsten Netzwerktreffen vorgestellt.

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