Freyung, B 12, B 533, B 85 Aufenthaltsrechtliche Verstöße, Betäubungsmittel, falsche Dokumente und zahlreiche Fahndungstreffer

Freyung. Wie die Grenzpolizei Freyung mitteilt, deckte die Grenzpolizei in den letzten Monaten des Jahres 2020 zahlreiche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten auf.

Mit 51 festgestellten und aufenthaltsrechtlichen Verstößen wie Schleusungen, unerlaubte Einreise und unerlaubter Aufenthalt in Deutschland wurde belegt, dass Schleuser nach wie vor Personen unter Ausnutzung derer persönlichen Notlage und wegen eigener Profitgier nach Deutschland bringen wollen.

Dabei erkannten die Beamten 13 Falschdokumente und leiteten gegen die Besitzer Verfahren wegen Urkundenfälschung ein.

Bei 25 Personen wurden Betäubungsmittel wie Marihuana, Methamphetamin (Crystal), Amphetamin und Kokain aufgefunden. In diesem Zusammenhang standen auch 22 Fahrzeuglenker unter Drogeneinfluss – diese erwatet ein Bußgeld und ein mindestens einmonatiges Fahrverbot. Dasselbe kam auf vier Fahrzeugführer zu, die unter Alkoholeinfluss standen.

Die ‚Grenzer‘ fanden zudem in drei Fahrzeugen Diebesgut bzw. Hehlerware vor. Nennenswert hierbei ist die Sicherstellung von 17 Katalysatoren, bei denen der Verdacht besteht, dass sie zuvor gestohlen wurden – die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und haben sich bereits ins benachbarte Ausland ausgedehnt.

Auch in Sachen Verkehrsdelikte waren die Grenpolizisten ebenfalls sehr aktiv. 25 Fahrzeuglenker hatten nicht die erforderliche Fahrerlaubnis für ihr Fahrzeug. Verbotene Kennzeichen stellten die Polizisten in acht Fällen fest, und 17 Pkw bzw. Klein-Lkw waren ohne erforderlichen Haftpflichtversicherungsschutz unterwegs.

Verbotene Waffen wie Elektroschocker, Springmesser und Pfefferspray hatten 14 kontrollierte Personen dabei.

Abfragen im polizeilichen Informationssystem ergaben insgesamt 35 Fahnungstreffer. Bei 33 Treffern handelte es sich um gestohlene oder verloren gegangene Dokumente wie Führerscheine, Fahrzeugscheine und Personalausweise. In zwei Fällen wurden die Personen aufgrund eines bestehenden Haftbefehls gesucht. Diese konnten aber durch Bezahlung der geforderten Geldstrafen abgewendet werden.

Aufgrund bestehender Regelungen im Hinblick auf die Corona-Krise erstatteten die Fahnder neun Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Ein eher seltener festgestelltes Delikt durch die Grenzpolizei ist wohl Jagdwilderei. Aber gerade diese Straftat wurde einem 22-jährigen tschechischen Staatsbürger am 17. Dezember 2020 bei einer Kontrolle auf der B 12 (Nähe Freyung) zum Verhängnis; zunächst ergab eine Überprüfung durch die Beamten, dass der Mann aufgrund eines Haftbefehls gesucht wird. Das Gefängnis blieb zwar dem Tschechen durch Bezahlung des geforderten Geldbetrages in der Höhe von 525 Euro erspart, doch damit war die Sache noch nicht erledigt.
In der Reisetasche, die sich im Kofferraum des Personenwagens befand, entdeckten die Polizisten zwei Abwurfstangen (Geweihe), die von einem Damhirsch stammen. Der Kontrollierte gab an, die Geweihe in einem Waldstück in der Nähe Augsburg gefunden und mitgenommen zu haben. Dies ist allerdings nicht erlaubt und stellt strafrechtlich den Tatbestand der Jagdwilderei dar. Das Geweih wurde sichergestellt und der ‚Wilderer‘ angezeigt.

Das sichergestellte Geweih (Foto: Polizeiinspektion Freyung)
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