DJK Eintracht-Footballer treffen in der Regionalliga auf Burghausen, Fürstenfeldbruck, Landsberg, Neu-Ulm, München und Würzburg

Die Footballsaison in den USA neigt sich dem Ende zu und in Passau fiebern die Pirates ihrer ersten Saison in der Regionalliga entgegen. An diesem Wochenende hat nun der Bayerische Verband die offizielle Ligeneinteilung veröffentlicht.

Für die Dreiflüssestädter gab es dabei keine Überraschungen. Die dritthöchste Liga in Deutschland stellt die Spieler und Verantwortlichen bei der DJK Eintracht Passau vor ganz neue Herausforderungen. In der Regionalliga Süd, einer von insgesamt sechs Regionalligen in Deutschland, treffen die Passauer nun auf etablierte Mannschaften aus ganz Bayern, die zum Großteil auf eine mehr als zwanzigjährige Geschichte zurückblicken können. Dies hat für diese Mannschaften den großen Vorteil, dass entsprechend viel Erfahrung bei Spielern und Coaches vorhanden, und auch das Umfeld entsprechend gewachsen ist. Mit Ausnahme der Würzburg Panthers, die im Vorjahr aufgestiegen sind, tummeln sich die anderen Gegner in der Regionalliga schon seit mindestens drei Jahren in den oberen Footballligen herum. 2018 wird es sicher auch keinen freien Fall des GFL-Absteigers geben. Im vergangenen Jahr war schnell klar, dass das ehemalige GFL-Team der Franken Knights das gleiche Schicksal ereilen würde, wie vor ein paar Jahren die Plattling Black Hawks. Nach dem Abstieg aus der höchsten deutschen Spielklasse waren auch dort viele Leistungsträger zu anderen Teams abgewandert und das Team konnte auch das Niveau in Liga zwei und drei nicht halten und stieg bis in die Bayernliga ab. Die Fürsty Razorbacks sind hier in der Saison 2018 sicherlich ein anderes Kaliber. Die Mannschaft um Trainer und Urgestein „Butch“ Dohrmann kann auf eines der besten Jugendprogramme in ganz Bayern zurückgreifen und zählt eher zu den Titelkandidaten als zum Kanonenfutter. Ein Solches wird es in der Regionalliga Süd in diesem Jahr wohl keines geben.

Alle sieben Mannschaften verfügen über ausreichend Spielermaterial, erfahrene Coaches und ein funktionierendes Umfeld. Bei fast allen Teams stehen auch schon die US-Amerikaner fest, die den Stamm an einheimischen Footballspielern aufpeppen werden. Dabei waren die Neu-Ulm Spartans, unter ihrem Headcoach Daniel Koch in den vergangenen Jahren die große Ausnahme und setzten fast ausschließlich auf einheimische Spieler. In der Vorsaison hatten die Spartaner dabei das große Pech, dass sich Stammquarterback Robin Otto bereits früh in der Saison einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog und damit für den Rest der Saison ausfiel.

Für die Passau Pirates dagegen gehen in ihre erst neunte Saison, was im Vergleich zu den anderen Programmen noch fast Kindergartenalter ist. Aber die Mannschaft um Headcoach Andrew Griffin geht das Abenteuer Regionalliga im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert an. Die Leistungsträger der sensationellen Bayernligasaison sind fast ausnahmslos wieder an Bord. Mit Raphael Stärk, der sein Studium in Passau beendet hat, musste sich diesmal nur ein Urgestein von dem Team verabschieden, Ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung war für die Pirates der Coaching Staff. Nachdem man bisher vorwiegend mit nur zwei Trainern, jeweils für Offense und Defense, gearbeitet hat, wird der Stab für die dritte Liga von vorneherein erweitert. Ex-Steeler Andreas Scholler wird weiter die Geschicke der Verteidigung leiten. Ihm zur Seite stehen aber zukünftig Urgestein Toni Maroth als Defense-Line Coach und Andreas Schlapps als Trainer für die Passverteidiger. Schlapps hat selbst bei den Plattling Black Hawks als DB gespielt und bringt auch schon Coachingerfahrung mit. Die Offense führt wieder Andrew Griffin auf und neben dem Feld an. Auch er wird Unterstützung durch einen Offenseline-Coach erhalten. Wer diese Position letztlich einnehmen wird ist allerdings noch offen. Seit November befindet sich die Mannschaft bereits wieder im Training und arbeitet im Moment wieder vermehrt an den Grundlagen und Techniken. Das ist vor allem für die Rookies wichtig. Die Try-Outs im November letzten Jahres bescherten den Eintrachtlern wieder einige Neuzugänge. „Es ist wieder viel Talent dabei, aber es ist immer eine Herausforderung, sich in ein Team hineinzuarbeiten. Gerade dann, wenn man bislang mit Football nichts zu tun hatte. Dazu bedarf es jetzt viel Trainingsfleiß und auch individuelle Krafteinheiten. Die Regionalliga ist vom Leistungsniveau nochmal ein riesen Sprung für uns. Gerade bei diesen Gegnern muss unser erstes Ziel sein, die Klasse zu halten. Allerdings haben auch die Würzburg Panthers im Vorjahr gezeigt, dass man als Aufsteiger hier durchaus die Möglichkeiten hat, sich zu etablieren“, zeigt sich Coach Andreas Scholler zuversichtlich, was den sportlichen Erfolg betrifft.

In den nächsten drei Monaten bis zum Saisonstart wartet auf die Trainer und Spieler nun noch viel Arbeit um dann Ende April bereit zu sein, die Erfolgsgeschichte der Passau Pirates weiter zu schreiben.