4. Passauer Kultur Jam bot Ausblicke auf eine integrative Gesellschaft

(von Tobias Schmidt)

Zum insgesamt vierten Mal veranstaltete eine studentische Initiative den Passauer Kultur Jam, ein integratives Festival für alle Passauer, das sich gelebter gesellschaftlicher Diversität widmet. „Solidarität, Freiheit, Vielfalt“ lautete das Motto heuer, und mit mehreren Workshops, Filmvorführungen und Diskussionsabenden war es bereits seit 13. Mai umgesetzt worden.

Seinen Höhepunkt erlebte das Festival vom 17.-19. Mai rund um den Passauer Klostergarten. Ein reichhaltiges Musikprogramm, Koch- und Sprachkurse, Lesungen und auch internationale Gaumenkitzler waren geboten. Vom Verein „Gemeinsam leben und lernen in Europa“ wurde der Jahrmarkt des Ehrenamts organisiert (und fand, dank sommerlicher Temperaturen, nun erstmals im Freien statt). Eine passende Kooperation, will doch der Passauer Kultur Jam immer auch Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Aktivität aufzeigen.

Eine tolle Performance von Pamuzinda aus Simbabwe mit Tanz und mittels Marimba und Mbira – einer Form des afrikanischen „Daumenklaviers“ – dargebotener Musik (Foto: Schmidt)

Forum Passau e.V., das Fahrradcafé, AIAS-Studierende gegen Blutkrebs, der Weltladen aus der Passauer Klingergasse, Ilztalbahn, Feuerwehr, pro familia und zahlreiche andere Organisationen zeigten Flagge und die Vielfalt des Ehrenamts in der Dreiflüssestadt auf. Und – eingerahmt vom Hacklberger Asylhelferkreis und Integrationshilfe Passau e.V. – waren mit dem Syrischen Kulturverein Passau und der Sierra Leone Union Passau heuer auch zwei neue regionale Migrantenselbstorganisationen aus Ländern mit aktuellen Fluchtthematiken vertreten.

Im Rahmen des Passauer Kultur Jams organisierte der Verein Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V. heuer den Jahrmarkt des Ehrenamts. Unter den sich präsentierenden Gruppen auch war die 2018 gegründete Sierra Leone Union Passau (Foto: Schmidt)

Wie’s scheint, eine gute Entwicklung: Denn bunte Feste können immer nur ein Anfang sein. Neu heimisch werden, heißt die Bühnen des gesellschaftlichen Alltags zu suchen und zu bespielen.