Beamte der Polizeiinspektion Freyung informieren über neues Einsatzmittel

FREYUNG. „Werde ich schon gefilmt?“ Diese Frage dürfte dieser Tage nicht nur von Herrn Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich an die Polizeibeamten der PI Freyung gerichtet werden. Das Streifenteam der Polizeiinspektion Freyung hatte sich mit der Dienststellenleiterin PRin Ingrid Grötzinger auf den Weg zu einem Informationsgespräch ins Rathaus gemacht und wurde mit oben genannten Worten gleich empfangen. Diesbezüglich konnte das Stadtoberhaupt beruhigt werden. „Die Aufzeichnungen fertigen wir insbesondere zur Gefahrenabwehr, also zu unserem eigenen Schutz an“ erklärte Polizeihauptmeister Kurz. Ob eine Gefahrensituation vorliegt, entscheidet der eingesetzte Beamte aufgrund der tatsächlichen Umstände wie z. B. unkooperatives oder aggressives Verhalten des polizeilichen Gegenübers. Dann werde man aber auch auf die Aufzeichnung hinweisen.

Die Sichtbarkeit der Body-Cam sei in jedem Fall schon aufgrund der gelben Signalfarbe gegeben. Deshalb erkundigte sich Dr. Heinrich auch gleich, ob denn schon erste Erfolge zu verzeichnen seien. Das konnte PHMin Weber für die PI Freyung noch nicht bestätigen: „Wir haben die Kameras erst vor kurzem bekommen, sind nun in Technik und Handhabung eingewiesen und tragen sie seit dieser Woche im Einsatz.“ Andernorts dagegen habe man schon erlebt, dass sich gerade bekanntermaßen aggressive Personen beim Anblick der Body-Cam zurückhaltend verhielten, um eine Aufzeichnung zu verhindern.

„Das dauerhafte Speichern der Daten erfolgt ohnehin nur, wenn die Videoaufnahmen zur beweiskräftigen Dokumentation des Gefahrengeschehens erforderlich sind“ ergänzte PRin Grötzinger, andernfalls würden die erhobenen Daten gelöscht. Nach dem erfolgreichen Probebetrieb in Bayern hofft man nun auch bei der Polizeiinspektion Freyung auf die deeskalierende Wirkung der Body-Cam bezüglich der Gewaltbereitschaft gegenüber eingesetzten Polizeibeamten.