Jacking. Im Gasthaus Knott versammelte sich der DGB-Kreisverband Passau mit ihrem Vorsitzenden David Tabach, um die Jahresplanung für 2020 in Angriff zu nehmen. Neben der traditionellen 1. Mai-Veranstaltung wird der Internationale Frauentag entsprechend gewürdigt.

Der Internationale Frauentag am 8. März 2020 weist auf die besondere Bedeutung der Tarifbindung hin. Regionssekretärin Bettina Blöhm erklärte, dass höhere Gehälter, Sonderleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, bessere Arbeitszeitregelungen sich nur mit Tarifverträgen durchsetzen lassen. „Zwischen Frauen und Männern klafft eine durchschnittliche Lohnlücke von 21 Prozent. Dort, wo Tarifverträge gelten, ist diese Lücke um ganze 10 Prozentpunkte kleiner, “ so Bettina Blöhm.

Am 05. März sind alle eingeladen, nach einem kleinen Sektempfang um 19 Uhr im ProLi Café den Film „We want Sex“ ab 20.00 Uhr zu sehen. Gemeinsam mit der IG Metall Passau und dem Internationalen Frauentreff Passau bieten die DGB-Gewerkschaften die Gelegenheit, die Geschichte von 187 Frauen zu verfolgen, die 1968 für die Hälfte des Männerlohnes arbeiten mussten. Durch einen Streik kämpften sie für mehr Lohn. „Ich hoffe, dass sich viele diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und wir den Internationalen Frauentag feiern können, um auf die nach wie vor nicht vorhandene Gleichstellung von Frauen und Männern aufmerksam zu machen. Im Jahr 2020 sollte dies eigentlich kein Thema mehr sein, “ stellte David Tabach klar.

Tobias Korter informierte die Gewerkschafter*innen über die Neugründung des GEW-Kreisverbandes Passau.

Eine rege Diskussion über das Thema Pflegenotstand entstand nach dem Bericht des ver.di-Vorsitzenden Rüdiger Kindermann. Rüdiger Kindermann, Vorsitzender des Personalrats am Klinikum Passau, erläuterte die großen Probleme in den Krankenhäusern. Der Fachkräftemangel bedingt, eine sich immer schneller drehende Abwärtsspirale der Überlastung der Kolleginnen und Kollegen. Die neu eingeführten  Personaluntergrenzen legitimierten letztlich nur die eklatante pflegerische Unterversorgung in deutschen Krankenhäusern. Um im europäischen Vergleich einen Mittelplatz in der Betreuungsqualität zu erreichen, müssten ca. 160.000 Pflegekräfte eingestellt werden, so Kindermann. Diese sind aber auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu finden und können auch, in diesem Umfang nicht durch ausländische Fachkräfte ersetzt werden. Einen möglichen Ausweg sieht der gelernte Krankenpfleger  nur in einer Veränderung des Abrechnungssystems, für die Leistungen die ein Krankenhaus erbringt. Er forderte deshalb eine Abschaffung der Fallpauschalen und somit weg vom Anreiz  immer mehr Operationen durchführen zu müssen, um nicht in die Verlustzone ab zu rutschen.

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