Nachdem sich einige Bürger bei ihm über den Zustand der Wege um den Dreisessel beklagt hatten, machte sich MdL Manfred Eibl vor Ort ein Bild

Der Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten ist, neben dem Frankenwald, der hauptbetroffene Betrieb in Sachen Borkenkäfer und Wind-/Sturmwürfe. Betriebsleiterin Gudula Lermer begrüßte Eibl in der Dienststelle, auch Frau Bürgermeisterin Kristina Urmann (Neureichenau) und die Herren Bürgermeister Jürgen Schano (Grainet) und Heinz Scheibenzuber (Haidmühle) waren zu dem Treffen erschienen.

Seit 2015 haben Wetterextreme und anhaltende Trockenheit dem Wald schwer zugesetzt. Schadholz muss entnommen und intensives Borkenkäfermanagement betrieben werden, und das über Jahre. Letzteres geschieht neuerdings digital: Befallene Bäume werden per GPS kartiert, was den Ablauf des Fällens, Rückens und Abtransportierens enorm erleichtert und beschleunigt. Die Förster bitten Bevölkerung und Kommunen um Verständnis, dass größere Holzpolter, Hackhaufen, zeitweise verschmutzte und überbeanspruchte Straßen und Forststraßen immer wieder auftreten werden. Der Einsatz von schwerem Gerät ist bei den gewaltigen Mengen Schadholz, die zu bewältigen sind, unumgänglich. Zum Erhalt der Tragfähigkeit der Forststraßen muss grober Schotter aufgebracht werden. Baldmöglich wird an entsprechenden Stellen Feinmaterial eingearbeitet. Dennoch kann es sein, dass der gewohnte Spazier- oder Radweg einmal für zwei bis drei Wochen gesperrt werden muss oder „grob“ ist und deshalb nicht wie gewohnt passierbar ist. Genau darüber hatten sich die Bürger bei MdL Eibl beklagt.

Allein im Revier Frauenberg gibt es ca. 80 km Forststraßen. Revierleiterin Sarah Scholz zeigte vor Ort (Foto) die verschiedenen „Zustände“ und versicherte nochmals, dass Alles getan werde, die Wege möglichst schnell zu reparieren. In Ihrem Revier werden im Jahr 9000 Tonnen Split verbaut, was natürlich eine enorme logistische und technische Herausforderung ist.

MdL Manfred Eibl regte an, den Informationsfluss zu verbessern. „Wenn die Bürgerinnen und Bürger, egal ob Einheimische oder Touristen, tagesaktuell über den Zustand der einzelnen Wegstücke informiert sind, können sie planen und ausweichen. Auf diese Weise kommen die dringend nötige Waldarbeit einerseits und die Belange des Tourismus und der Erholungssuche andererseits nicht in Konflikt.“, so Eibl. Betriebsleiterin Lermer und die Bürgermeister griffen diese Anregung gerne auf. Sowohl in den Mitteilungsblättern der Gemeinden wie auch in deren Internetauftritten sollen künftig aktuelle Informationen über die Arbeiten im Forst im Allgemeinen und den Zustand der Wege im Speziellen veröffentlicht werden.

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