Josef Pfeffer aus Zwiesel ist Schindelmacher – ein altes Handwerk mit regionalem Rohstoff

Am Anfang stand ein altes Bauernhaus. Ende der 80er Jahre kaufte Josef Pfeffer zusammen mit seiner Frau dieses Haus in der Nähe von Viechtach, das sie gemeinsam wieder auf Vordermann brachten. Dabei verwendeten sie die dazu passenden Holzschindeln. Aber es dauerte noch bis Anfang der 90er Jahre, bis die Leidenschaft für die Schindeln bei Josef zündet. Alte Literatur und Unterlagen vom Fraunhofer-Institut vermittelten ihm theoretische Grundkenntnisse. Alfons Bauernfeind, ein alter Schindelmacher aus Viechtach, ließ ihn dann in die Praxis reinschnuppern. Früher wurden übrigens die Holzschindeln ausschließlich mit einem dicken Schindeleisen geschlagen. Daher stammt der Ausdruck „Schindelschlagen“ oder „geschlagene Schindel“.

1997 entschloss sich Josef Pfeffer sich dann, dieses Handwerk zum Beruf zu machen. Eigentlich ist es für ihn mehr Berufung als Beruf. Damit er die Schindeln auch verlegen kann, machte er 1998 sogar die Dachdeckerprüfung in Waldkirchen. Die Schindelmacher zählen nämlich zur Berufsgruppe der Dachdecker. Ein Beruf mit einer sehr langen Tradition. Früher gab es fast auf jedem Bauernhof einen Schindelmacher, aber in den vergangenen Jahren ist das Interesse an Schindeln wieder sehr gestiegen. Derzeit arbeitet Pfeffer im Steigerwald an einem Aussichtsturm. Solche aus Holz gebauten Türme halten in der Regel 20 bis 30 Jahre. Verkleidet man die Leimbinder des Turms mit Schindeln, so steigt die Lebensdauer in etwa auf das Doppelte. Aber je nach Holzart schwankt die Lebensdauer der Schindeln – es geht von Fichtenschindeln mit 25 Jahren bis hin zu Lärchenschindeln mit bis zu 75 Jahren, erzählt der Josef.


Die ganze Geschichte zum Nachlesen unter diesem (PDF-) Link; ‚Waldwärts‘, Ausgabe KW 45/20.

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