Auch Alt-MdB Barthl Kalb ist Passauer Land verbunden – Erinne-rung an Flüchtlingskrise 2015

Passau. „In Regionen denken, klare Positionen vertreten und einig in Berlin auftreten“ – mit diesem Leitspruch formulierte Landrat Franz Meyer (Mitte) als Vorsitzender des Bezirksverbandes Niederbayern des Landkreistages den Anspruch, mit dem sich die niederbayerischen Landräte in die Bundespolitik einbringen.

Volle Unterstützung gibt es dazu vom Deggendorfer Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl (rechts) und auch seinem Vorgänger Barthl Kalb. Beide machten dies bei einem Arbeitsbesuch bei Landrat Meyer deutlich.
Zum Wahlkreis Deggendorf zählen seit 2014 auch die Landkreis-Gemeinden Aicha v. Wald, Eging, Fürstenstein und Hofkirchen. Erndl verwies unter anderem auf die wichtige Rolle des Landkreises Passau bei der Flüchtlingswelle 2015, als die klaren Worte des Landrats an die Adresse der Bundesregierung Wirkung zeigten und unter anderem die bundesweite Verteilung von tausenden unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen auf den Weg brachte. Erndl: „So manche in Berlin wussten damals nicht einmal, dass es solche Flüchtlinge gibt, von denen allein der Landkreis Passau über 4000 in der Erstaufnahme betreute.“

Barthl Kalb ergänzte die wichtige Rolle der Praxiserfahrung direkt aus der kommunalen Familie für die politische Arbeit auf Landes- und Bundesebene. „Wir brauchen diesen direkten Draht der Kommunalpolitik zu den Parlamenten. Die Bürgermeister und Landräte sind es, die nahe am Bürger Gesetze vollziehen und ihre Verwaltungen organisieren müssen.“
Eine Mahnung an die „große Politik“ hatte Landrat Franz Meyer: „Die Flüchtlingskrise 2015 war nur durch den Einsatz zahlloser Ehrenamtlicher zu bewältigen. Wir dürfen jetzt nicht so tun, als wäre diese Leistung problemlos immer wieder abzurufen. Viele waren an ihrer physischen und psychischen Grenze und darüber hinaus. Eine solche Belastung darf es nicht mehr geben.“